Neuer Sexismus-Skandal bei American Apparel

Sie lernen's einfach nicht

Neuer Sexismus-Skandal bei American Apparel

Das amerikanische Kleiderunternehmen American Apparel, das bereits in der Vergangenheit mehrmals für Skandale durch sexistische, frauenverachtende Werbekampagnen in scharfe Kritik gerät, hat sich den nächsten Shitstorm eingefangen.

Alle Mitarbeiter der amerikanischen Filialen sollten eigentlich heute zum Black Friday, dem größten Shoppingtag der USA, der zahlreiche Rabatte verspricht, ein T-Shirt mit einem Slogan tragen. Dieser Slogan lautet „ask me to take it all off“. Ein Satz, der absolut zweideutig zu verstehen ist. Zum einen lässt er sich als „Bitte mich, die Preise herunter zu schrauben“ zu verstehen, aber eben auch „Fordere mich auf, alles auszuziehen“. 
Eine absolute Frechheit! Eine Mitarbeiterin beschwerte sich gegenüber dem Portal jezebel.com, dass das Unternehmen seine Kunden dazu auffordere, die Verkäuferinnen sexuell zu belästigen. Umso schlimmer ist es, dass viele der Verkäufer junge Mädchen sind, die zur High School gehen. Sie arbeiten dort, um ihr Taschengeld aufzubessern…..und diese Mädchen sind gerade mal 15 Jahre alt.

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Nach massenhaft Protest von den Mitarbeitern entschied sich American Apparel, die Kampagne und die T-Shirts nicht zu verwenden. Um einen weiteren Skandal im Bereich sexuelle Belästigung haben sie sich aber trotzdem zuzuschreiben. Das Unternehmen lernt einfach nicht dazu. Erst letztes Jahr wurde der Gründer des Unternehmens, Dov Charney, aus seiner eigenen Firma geworfen, weil er mehrfach der sexuellen Belästigung bezichtigt wurde. Auch für die Werbekampagnen hagelte es immer wieder scharfe Kritik. Zuletzt gingen die Zahlen nach den Skandalen so zurück, dass das Unternehmen diesen Oktober Insolvenz anmelden musste. Sie wollten daraufhin ihr Image ändern. Das haben sie mit dieser Aktion allerdings ordentlich in den Sand gesetzt.

AA-Black-Friday-Tshirt-November-2015-2_jh73si.jpg © Twitter
Das Skandal-T-Shirt. Foto: Twitter

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