Modekette Zara entrüstet mit

Shitstorm

Modekette Zara entrüstet mit "Sklavensandalen"

Die spanische Modekette Zara steht erneut unter Beschuss. Wieder hat das Label mit einem Fehltritt im Onlineshop einen regelrechten Shitstorm auf Twitter ausgelöst: Bis Dienstagsabend wurden Sandalen mit der Bezeichnung „Dreifarbige Sklavensandalen“ verkauft. Nachdem sich Kunden online beschwerten und eine Lawine an Negativkommentaren in sozialen Netzwerken auslöste, reagierte das Unternehmen und nahm den Artikel offline.

Gegenüber dem Spiegel Online nahm die Unternehmensleitung Stellung zu dem Vorfall: Es soll sich um einen Übersetzungsfehler gehandelt habe. Zara stehe „in keiner Weise jegliche Art von offensivem oder respektlosem Verhalten einer Person oder Gemeinschaft gegenüber“, hieß es in dem Statement.

 

Zara © Zara

 

Zara-Skandela in jüngster Vergangenheit
Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass das Unternehmen durch unsensible Mode-Statements auffällt. Erst vor wenigen Monaten ist Zara mit einem Shirt in die Kritik geraten, auf dem "White is the new Black" zu lesen war - "Weiß ist das neue Schwarz", was viele Menschen in Onlineforen als rassistisches Statement aufgenommen hatten. Die spanische Modekette Zara hatte im Vorjahr ein Baby-Shirt im Angebot geführt, dessen unglücklich gewähltes Design - schwarz-weiße Streifen und ein gelber Stern - an die Kleidung von KZ-Häftlingen denken ließ. Nach öffentlichem Protest wurde es aus dem Sortiment genommen.

Modehändler sorgen für Eklats
Dieser Vorfall erinnert an die Online-Skandale anderer Textilketten, die im Vorjahr Negativschlagzeilen nach sich zogen. Im September  2014 provozierte Urban Outfitters mit einem blutigen Sweatshirt. Das spanische Label Mango schockte im vergangenen Herbst mit einem"SS-Design" auf Hemden. Der Sportartikelhersteller adidas beispielsweise musste vor zwei Jahren die Produktion eines Turnschuhs einstellen, weil die als Designelement aufgedruckten Fußfesseln von vielen als Provokation gegen Afroamerikaner und Ignoranz gegenüber der Geschichte der Sklaverei gesehen wurden.

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