Mode Made in Austria

Marina Hoermanseder:

Mode Made in Austria

Marina Hörmanseder gilt als neuer Shootingstar am Modehimmel. Ihre futuristischen Kreationen stellt sie erstmals bei der Berlin Fashion Week vor.

ihre Mode bezeichnet sie als verspielt mit einem Hauch von Fetisch. Marina Hoermanseder (27) hat sich als Designerin einen Namen gemacht. Vor allem in Berlin, ihrer Wahlheimat. Trotzdem bleibt die Wienerin ihren Wurzeln treu und will sich nach Berlin auch ein Standbein in Österreich aufbauen. Bis dato hat die fesche Designerin eine beachtliche Karriere hingelegt: Zunächst studierte sie an der renommierten Modeschule ESMOD (Berlin), es folgten erste Designerpreise. Hoermanseders Diplomkollektion wurde unter anderem mit der „Goldenen Nadel“ ausgezeichnet. Ihre erste „richtige“ Kollektion präsentierte die Wienerin in London, wo sie ein Praktikum bei Modegott Alexander McQueen absolvierte. Jetzt gründete die Modeschöpferin ihr eigenes Label: Marina Hoermanseder. „Trotz möglicher internationaler Sprachbarrieren bin ich bei meinem Namen geblieben – ich muss nur dafür sorgen, dass er sich bei den Leuten einprägt“, schmunzelt die Designerin. Das wird ihr spätestens am 17. Jänner gelingen, denn da präsentiert Hoermanseder ­ihre Mode erstmals auf der Mercedes Benz Fashion Week in Berlin. MADONNA traf den sympathischen Shootingstar bei den letzten Vorbereitungen zur Fashion Week.

Am 17. Januar findet deine erste Show bei der Berlin Fashion Week statt. Was erwartet das Publikum?
Marina Hörmanseder
: Es wird – trotz Lederfokus – eine echte Herbst-/Winterkollektion, also sind auch Mäntel und lange Hosen diesmal dabei. Der menschliche Körper war dabei meine Inspiration. Einige Teile werden auch an meine letzte Kollektion angelehnt sein, um den Wiedererkennungswert herzustellen und weil ich nun die Chance habe, sie einem größeren Publikum zu präsentieren.
Wie nervös bist du so kurz vor deiner großen Show?
Hörmanseder
: Das ist nicht in Worte zu fassen! Aber es gibt noch sehr viel zu tun. Ich besticke ja auch vieles selber mit der Hand. Daher bin ich gut abgelenkt (lacht).
Wie würdest du deine Mode beschreiben?
Hörmanseder
: Mein Design ist ein Zusammenspiel meiner Wurzeln und meiner Liebe zum Material – französische Eleganz kombiniert mit österreichischem Sinn für Handwerk. Ich versuche eine Balance zwischen Avantgarde, Fetisch und High Fashion zu schaffen. Jede Frau kann meine Kreationen mit Selbstbewusstsein und Stolz in die weite Welt hinaustragen.
Wo ist deine Mode erhältlich?
Hörmanseder
: Da es die erste Kollektion ist, die produziert und verkauft wird, bin ich noch in Gesprächen mit ausgewählten Boutiquen. Ich versuche, Standorte in Wien, Berlin und Paris zu schaffen, und natürlich soll meine Mode online erhältlich sein.
Du hast einen tollen Karrierestart hingelegt. Reizt es dich, deine Mode in Österreich zu vertreiben, oder legst du dein Augenmerk bewusst auf den größeren Markt in Deutschland?
Hörmanseder: Vor allem Wien ist mir als Markt sehr wichtig, weil ich hier zu Hause bin und versucht habe, die Kollektion auch wientauglich zu machen – zumindest ein paar Teile. Ich hoffe natürlich auch auf Unterstützung von Wiener Boutiquen, die mir die Chance geben, mich hier zu positionieren. Ich präsentiere Ende Jänner Teile der Kollektion auf dem Hahnenkammrennen in Kitzbühel, das wäre auch auch ein guter Standort für mich.
Bislang galt Lena Hoschek als bekannteste österreichische Designerin, die den Sprung nach Deutschland geschafft hat. Wie stehst du zu ihr?
Hörmanseder: Ich stehe am Anfang und habe die große Chance, meine Mode erstmals auf der Fashion Week in Berlin zu zeigen. Demnach weiß ich auch, was es bedeutet und wie viel dahintersteckt. Ich bewundere Lena für alles, was sie leistet und was sie aufgebaut hat.

© Bernhard musil

Vor allem Leder, Schnallen und Bandagen sind bekannte Merkmale von Marina Hoermanseders Mode.