31. August 2009 19:22
Absurde Dramatik
Falcos Jeannie am Laufsteg in Mexiko
Verwirrung auf dem Catwalk in Mexiko. Traurige Mädchen mit verschmierten Gesichtern zeigen Mode. (c) Getty
Falcos Jeannie am Laufsteg in Mexiko
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Aus traurigen Augen rinnt Wimperntusche in zarten Bächlein über die rosigen Wangen der jungen Mädchen. Lippenstift ist über das ganze Gesicht verschmiert, die Frisuren machen den Eindruck gewaltsam zerstört worden zu sein.

Ehrensache: Zerstörung
Das Model rauft sich wie verrückt die Haare. Falco und Jeannie lassen grüßen. "Zuviel Rot auf ihren Lippen...." Die Performance, die der Designer Toni Francesc bei der Fashion Week in Mexiko auf den Catwalk brachte, ließ nicht nur die Models verzweifeln.

 

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Sexy oder pervers?
Das Publikum war verwirrt. Die schicken, schwarzen und grauen Outfits, die den Look der Francesc-Kollektion bestimmen büsten an Aufmerksamkeit deutlich ein. Die, wie geschändet wirkenden Gesichter der Mädchen lenkten alle Blicke auf sich. Wird das Resultat von Zerstörung und Schändung zum sexy Faktum? Wird Perversion durch Mode gesellschaftsfähig?

Statt ausgefranste Jeans ausgefranste Gesichter
Statt Kleidersäume ausgefranst zu belassen oder Löcher in Jeans zu schneiden geht der Trend über zur Destruktion der Gesichter. Sollen Frauen zurück in ihre Opferrolle und sich dort anziehend und erotisch fühlen? Oder ist es cool verheult in teuren Klamotten durch die Gegend zu ziehen.