Dirndl zaubert Traummaße

Mode statt Diät

Dirndl zaubert Traummaße

(c) Getty Images"Würde jede Dame ein solches Kleid tragen, so gäbe es keine Hässlichkeit mehr" - mit diesen Worten lobte die britische Designerin Vivienne Westwood bei einem Besuch in Österreich vor sieben Jahren das Dirndl in höchsten Tönen.


Figurschmeichler
"Seit Jahren sind die Schnitte in der Mode für 80 Prozent der Bevölkerung nicht vorteilhaft - ein Dirndl holt bei jeder Figur das beste heraus", stimmte diesem Zitat auch Trendberaterin Irmie Schüch-Schamburek zu. Im Gegensatz zu Hüfthosen und Minis kann bei den Schürzen-Kleidern nämlich ohne Scham kaschiert, ausgestopft und geschnürt werden.

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Tiefe Einblicke
Damit ein Dirndl auch wirklich sitzt und die Vorteile der Trägerin hervorhebt, muss allerdings der passende Schnitt gefunden werden. Am einfachsten hat es die Damenwelt dabei sicher beim Dekollete, dass je nach Wunsch den Busen dezent hervorhebt, offenherzig präsentiert oder auch keusch verdeckt. Wer seine Oberweite herzeigen möchte, sollte am besten einen Salzburger Ausschnitt wählen, der einen tiefen Einblick gewährt, so Trachten-Verkäuferin Iris aus dem Grazer Geschäft "Seidl".

Schwimmreifen wegschnüren
Ein kleines Bäuchlein ist im Dirndl kein Problem, Mieder-Schnürungen kaschieren kleine Schwimmreifen und zaubern eine Wespentaille. Beim Rock müsse man darauf achten, ob der Po verdeckt oder zusätzlich betont werden soll, erklärte die Mitarbeiterin. Bei ausladenden Hüften wirken Falten besser, gezogener Stoff betont das Hinterteil zusätzlich. Für kleine Frauen ist jedenfalls ein gefalteter Rock empfehlenswert, ein gezogenes Modell drückt die Figur optisch zusammen.

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August und September sind in Österreich die Monate in denen sich die meisten Gelgenheiten bieten ein Dirndl zu tragen.


Richtige Schürzenwahl
Auch die Wahl der Schürze sollte nicht nur nach farblichen Gesichtspunkten getroffen werden. Schmal geschnittene Modelle strecken zusätzlich, zu finden seien diese vor allem bei modernen Dirndln, meinte die Verkäuferin. Bei traditioneller Tracht reicht die Schürze meist bis zum Oberschenkel. Grundsätzlich gilt, dass diese immer drei Zentimeter kürzer sein muss als der Rock. Ob ein Dirndl besser kurz oder lang sein soll, entscheidet der Anlass. Bei sehr festlichen Ereignissen wie einer Hochzeit ist es besser, wenn das Kleid die gesamten Beine verdeckt, zu urigen Festen passt ein kurzes Modell besser.

Vorsicht beim Schleifenbinden
Wichtig ist, auf welcher Seite die Schürze gebunden wird. Eine Schleife an der rechten Seite bedeutet grundsätzlich, dass die Trägerin verheiratet ist - eine Masche auf der linken Seite sendet Männern die Botschaft "ledig". Eigene Regelungen gibt es dabei aber in jedem Bundesland. In der Steiermark und Oberösterreich werden Schürzen beispielsweise generell am Rücken gebunden. In Deutschland besagt eine Schleife auf der Vorderseite wiederum, dass die bekleidete Dame noch Jungfrau ist.

Ein oberstes Gebot gibt es auch beim Lederhosen-Kauf. Eine Krachlederne muss knalleng sitzen, sonst wird die Hose später zu groß. Durch die Körperwärme gibt das Material nämlich bereits nach kurzer Zeit nach und das Leder dehnt sich.

 

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