Austro-Designer entwarf Kleider für Neujahrsballett

Arthur Arbesser

Austro-Designer entwarf Kleider für Neujahrsballett

Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker am 1. Jänner 2019 ist nicht nur ein großes Ereignis für jene Gäste, die Karten ergattern konnten, sondern auch für die Zuseher vor den Fernsehern. ORF 2 überträgt live um 11.15 Uhr via 14 Kameras in zahlreiche Länder weltweit. Als Designer der Kostüme für die (bereits voraufgezeichneten) Balletteinlagen darf sich der österreichische Mode-Shootingstar Arthur Arbesser (35) über Quoten von mehr als einer Million Zusehern allein in der Heimat freuen.    

Werdegang. Es sei ihm eine Ehre, „ein kleiner Teil des Megaprojekts Neujahrskonzert sein zu dürfen“, so der 35-Jährige, der mittlerweile seinen Lebensmittelpunkt nach Mailand verlegt hat. Dort kreiert er nicht nur seine eigenen Kollektionen, sondern wirkt auch als Kreativdirektor des Traditionslabels Fay. Stets fasziniert von Mode und Kostümen, begann er eine Ausbildung am Central St. Martins College in London. Vier Jahre und einen Abschluss später hatte er von der britischen Hauptstadt genug – er sehnte sich nach Eleganz und Feinheit. Die fand er im Atelier von Armani, wo er sieben Jahre lang als Junior Designer arbeitete. 2012 verabschiedete er sich von Meister Giorgio – nur um wenige Monate später den Nachwuchspreis der italienischen Modekammer für die erste eigene Kollektion unter seinem eigenen Namen zu gewinnen.  In seinem Schaffensprozess legt der gebürtige Wiener besonderen Fokus darauf „eigene Welten zu kreieren & eine eigene Sprache zu entwickeln“.


Stilbrüche.
Arbesser, der heuer auch mit einem Austrian Fashion Award in der Kategorie „Outstanding Artist Award für experimentelles Modedesign“ ausgezeichnet wurde, kreiert im Grunde eher schlicht. Das Auffällige sind die perfekt verarbeiteten, besonderen Stoffe. So hat der Designer schon Materialien wie Metallic-Leder, Kunststoff oder Neopren mit Leinen oder Loden aus der Steiermark kombiniert. Er hat Angelschnur verstrickt oder Frotteestoff wie Wildleder aussehen lassen. Zum unkonventionellen Materialmix kommt bei ihm oft die Kombination aus geometrischen Mustern und satten Farben – und immer wieder die Inspiration aus der Welt der bildenden Kunst. Heuer zum Beispiel erschuf er eine von der Wiener Moderne inspirierte Mini-Kollektion, die vom Laufsteg der Fashion Week in Mailand bis zu den Galeries Lafayette in Paris zu erleben war.

Donauwalzer. Für das Neujahrskonzert geht es nun verspielter zu, vor allem beim Walzer habe Arbesser bewusst die Aufmerksamkeit auf die fünf Tänzerinnen in ihren pastelligen, duftigen Kleidern lenken wollen.


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