Mams am Limit

12 SOS-Tipps für Mütter

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Fühlen Sie sich manchmal überfordert? Lesen Sie hier, was Sie dagegen tun können. Doch Sie müssen kurz pausieren! 

Mütter lieben ihre Kinder von ganzem Herzen und zu jeder Zeit an 365 Tagen im Jahr. Dieser „24/7-Job“ ist außerdem eine Herzensangelegenheit, die ein Leben lang hält. Man erlebt viele schöne Momente mit den kleinen Lieblingen, doch manchmal läuft nicht alles rund. Es kriselt und die Mamas sind gestresst, überfordert oder einfach nur erschöpft. In Zeiten der Pandemie wurde ihnen mit Homeschooling, Homeoffice oder vermehrter Hausarbeit außerdem noch mehr abverlangt als sonst. Die Sozialpädagogin und Psychotherapeutin Helen Heinemann unterstreicht in ihrem Buch „Irgendwas muss anders werden“ die Bedeutung von Pausen im Alltag: „Pausen sollte man immer dann machen, wenn man keine Zeit hat.“ Zwar klinge das verrückt, führt sie weiter aus, doch es enthalte eine tiefe Wahrheit. Denn wenn wir das Gefühl haben, keine Zeit zu haben, fühlen wir uns laut der Expertin für Work-Life-Balance gejagt und das Stressprogramm werde aufgerufen, wodurch ein Teufelskreis entstehe.

Fünf Minuten hat doch jeder
Wenn Sie sich jetzt denken, dass Sie als Mutter über nicht so viel Zeit für eine Pause verfügen, dann sollten Sie trotzdem weiterlesen. Denn Ute Glaser zeigt in ihrem neuen Ratgeber „5 Minuten Mama“, dass Mütter lediglich fünf Minuten pro Tag aufbringen müssen. Diese Zeit reiche laut der Pädagogin, um die Kräfte zu schonen beziehungsweise den inneren Akku wieder aufzuladen, die Nerven zu behalten oder gar eine Situation zu entschärfen. Dann gelinge auch ein entspanntes, liebevolles, respektvolles und fröhliches Miteinander. Das Buch enthält 100 Mini-Erziehungstipps, Mini-Anekdoten sowie Mama-Energiespartipps. Die besten daraus haben wir hier für Sie zusammengefasst.  

12 Energiespar-Tipps für Mütter 

Kraftquelle Natur 

Sind Sie ausgelaugt und benötigen neuen Schwung? Gehen Sie in die Natur! Sie können auch die nächste Grünfläche ansteuern, um eventuelle Aggressionen loszuwerden. Ein Gang durch den Wald etwa ist besonders wohltuend: Stresshormone und Blutdruck sinken und körpereigene Abwehrzellen vermehren sich und das nach nur wenigen Minuten.  

Handy wohldosiert 


Obwohl Smartphones allgegenwärtig sind, sollten Sie aufpassen, dass Sie nicht durch die permanente Erreichbarkeit zusätzlich gestresst werden. Viele schöne Momente verlieren durch diese Haltung ihren Zauber und die Habachtstellung wirkt sich darüber hinaus auf Ihren kleinen Liebling aus. Glückliche Kinder benötigen Aufmerksamkeit. Laden Sie sich beispielsweise eine App herunter (dauert maximal 5 Minuten) , die dabei hilft, Ihre Handyzeit zu regulieren.

Selbstanspruch 

Viele Mütter legen ihre Messlatte sehr hoch – alles muss perfekt werden. Doch eine solche Einstellung raubt nur Ihre Energie. Verabschieden Sie sich vom Perfektionismus! Denken Sie sich: „Egal, das muss warten!“ Überlegen Sie sich, ob es wirklich so schlimm ist, wenn die Fenster nicht immer glasklar sind. Sie und Ihr Kind sind wichtig. Wenn Sie sich zusammen wohlfühlen, so ist das perfekt!  

Ruhepol tiefe Atmung 


Versuchen Sie in einer stressigen Situation ruhig zu bleiben und atmen Sie tief ein und langsam aus. Ruhe strahlt sich auch auf das Kind aus, sprechen Sie daher außerdem mit ruhiger und leiser Stimme.  

Lachen Beschwingt 

Lachen ist wie Wellness für Körper und Seele. Es macht gesund, befreit von Ärger sowie Stress. Außerdem verbessert es die Durchblutung, wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem. Bereits eine Minute Lachen relaxt wie ein 45-minütiges Entspannungstraining. Kinder lachen 400-mal am Tag, Erwachsene hingegen nur 15-mal. Sogar ein künstlich aufgesetztes Lächeln kann nach drei Minuten nachweisbar guttun. 

Kein Multitasking 

Zwar ist Multitasking modern, dennoch sollten Sie darauf verzichten. Denn Gleichzeitigkeit kann enorm stressen. Verinnerlichen Sie stattdessen das Mantra „Eins nach dem anderen!“. Praktizieren Sie diesen Gedanken. Nehmen Sie sich kurz Zeit um durchzuatmen und Ihre Gedanken und To-dos zu ordnen. Was ist prioritär? 

Tagebuch 

Schlafen Ihre Kinder oder sind sie gerade beschäftigt? Dann schnappen Sie sich ein Heft sowie einen Stift und schreiben Sie ­alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Das Motto: Raus aus dem Kopf. Das dauert nicht lang und wird Ihnen dabei helfen, zu entspannen und sich glücklicher zu fühlen. Zusatztipp: Eine Liste führen, wofür Sie gerade dankbar sind.  

Kind will nie Übles 

Manchmal benehmen sich Kinder schlecht, sind wütend oder führen aufsässige Wortgefechte mit Ihnen. Dieses Verhalten dürfen Sie nicht persönlich nehmen. Sind Sie betroffen, steigt Ihr Stresspegel und sie verschwenden Ihre Energie. Probieren Sie es mit diesem Mantra: „Mein Kind will mir nie Übles, es liebt mich, ich bin seine Heldin“. Ein schlechtes Verhalten hat meist andere Wurzeln. Wenn Sie das wissen, fällt es Ihnen leichter, souverän zu reagieren: mit klaren Ansagen und konsequentem Handeln. 

Ausschlaftag 

Ausschlafen ist der Klassiker zum Energietanken und Stress abbauen. Denn der Körper regeneriert sich im Schlaf am besten – 7,5 Stunden pro Nacht wären ideal. Nehmen Sie sich regelmäßig einige Minuten Zeit und machen Sie sich ein Ausschlafdate mit sich selbst aus, indem Sie Aufgaben an Ihr Umfeld verteilen und sich einen Termin dafür im Kalender notieren.  

Übung gegen Nervendes 

Manche Dinge, die nerven, kann kaum ändern. Durch eine einfache Übung nehmen Sie ihnen aber die Macht. Schauen Sie am ersten Tag auf die Dinge in der Umgebung und sagen Sie z. B.: „Der Tisch ist ohne Bedeutung“. Dann benennen Sie zehn Alltagsabläufe: „Einkaufen ist ohne Bedeutung“. Später widmen Sie sich aktuellen Problemen wie „Cousin Toms Witze sind ohne Bedeutung“. Notieren Sie 30 Sätze und formulieren Sie sie um in „Toms Witze haben die Bedeutung, die ich Ihnen gebe. So gehen Sie innerlich auf Abstand zu dem, was Sie belastet.

Vergleiche lassen  

Sich ständig mit anderen zu vergleichen, stresst und macht unglücklich. Es wird immer jemanden geben, dessen Kind besser spricht, schneller läuft oder witziger ist. Es wird auch immer Mütter geben, die scheinbar alles besser hinbekommen. Schonen Sie also Ihre Energien, ruhen Sie in sich und wertschätzen Sie sich. Jeder Mensch entwickelt sich in seinem Tempo. 

Tagträumen

Ein wenig Tagträumen ist wie Urlaub für die Seele. Den Gedanken in einer Erinnerungswelt freien Lauf zu lassen, tut gut. Tagträumen ist fast überall möglich – einige Minuten auf der Spielplatzbank oder ein Viertelstündchen am Sofa. Das erfrischt und stärkt die Tatkraft!   

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