In Asien ein Star, bei uns eher nicht

Maximilian Hecker schmachtet in der Szene Wien

Er kommt aus dem deutschen Westfalen, feiert seine größten Erfolge aber in Hongkong und Taiwan: Maximilian Hecker. Seit der aparte Sänger und Komponist 2001 mit dem Album "Infinite Love Songs" debütierte, hat er sich vor allem mit romantischen bis kitschigen Liebes- und Sehnsuchtslieder einen Namen gemacht. Diese wird er am 23. September live in der Szene Wien präsentieren. Beginn: 20.00 Uhr.

Mit zartem Falsettgesang, schwebenden Sounds und Songs, die von der Suche nach Erlösung künden, gelang Hecker der Spagat zwischen Underground und Mainstream. Sein aktuelles Album "One Day" wurde zuerst in Südkorea, China, Singapur und weiteren asiatischen Ländern veröffentlich, erst später wurde es auch in Europa veröffentlicht.

"Ich glaube, es gibt eine Ähnlichkeit zwischen meinem und dem asiatischen Charakter", erklärt Hecker in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Die sehen, da ist jemand, der ist uns ähnlich, ein strenger Charakter, der aber in seinen Konzerten das Gegenteil verkörpert: Ein Bekenntnis zum Unterbewusstsein, zum Gefühl, zum Schwelgerischen." In Asien habe Romantik einen ganz anderen Stellenwert als in Europa. "Meine scheinbar kitschige Musik wird hier häufig nicht ernst genommen und belächelt. Wenn jemand ein Liebeslied singt, ist das uncool und weibisch." 70 Prozent seiner asiatischen Fans seien Frauen, erklärt der schmächtige Künstler. "Für die ist es interessant, dass ich ein Männerbild verkörpere, das sie nicht kennen."

INFO: Maximilian Hecker - Konzert, 23. September 2009, Beginn: 20.00 Uhr. Szene Wien, Hauffgasse 26, A-1110 Wien. Weitere Infos unter www.szenewien.com.