Impressionismus-Schau in der Albertina

Brillen von Edgar Degas, die Palette von Georges Seurat, ein Wollkästchen von Vincent van Gogh und die Feldstaffelei samt Sonnenschirm und Malkoffer von Jules-Ernest Renoux. Derlei Exponate in der vom Grafik-Tempel zum Kunst-Museum gewandelten Albertina vorzufinden, überrascht. Doch es gibt bei der Ausstellung Doch die Ausstellung "Impressionismus. Wie das Licht auf die Leinwand kam" natürlich auch Gemälde zu sehen. 125 sind es, und 75 Gemälde davon kommen aus dem "Wallraf-Richartz-Museum Fondation Corboud" in Köln, wo die Ausstellung ursprünglich konzipiert wurde. Die Bestände des laut Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder größten außerhalb Frankreichs befindlichen Museums zu Impressionismus und Post-Impressionismus wurden durch Werke der Albertina, der Sammlung Batliner sowie durch Leihgaben aus Privatbesitz und internationalen Museen ergänzt.

So reihen sich nicht nur Bilder der impressionistischen und postimpressionistischen Prominenz von Manet bis Monet, von Cezanne bis Van Gogh, von Degas bis Renoir und von Gauguin bis Toulouse-Lautrec, von Seurat über Signac bis Sisley dicht aneinander, sondern finden sich Malutensilien, Bücher wie Goethes "Farbenlehre" und Newtons "Opticks" ebenso wie ein Tanzschuh aus dem Besitz Degas' oder Schautafeln und -kästen zur jüngeren wissenschaftlichen Beschäftigung mit den Bildern. Mit Röntgen-, Infrarot-, UV- oder Streiflicht wird den Bildern auf den Grund gegangen, werden penible Atelier-Vorzeichnungen oder -Ausführungen der angeblich so intuitiv unter dem freien Himmel malenden Impressionisten nachgewiesen, unterm Mikroskop finden sich durch den Wind angewehte Sandkörner und Samen.

INFO: "Impressionismus. Wie das Licht auf die Leinwand kam" - Ausstellung, bis 14. Februar 2010, täglich 10.00 - 18.00 Uhr, Mi 10.00-21.00 Uhr. Albertina, Albertinaplatz 1, 1010 Wien. Weiter Informationen unter www.albertina.at.

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