Laktoseintoleranz ist weit verbreitet

Laktoseintoleranz ist weit verbreitet

Allerdings ist die Unverträglichkeit bei jedem Betroffenen unterschiedlich stark ausgeprägt: "Was der eine in Maßen noch gut verträgt, führt beim nächsten schon zu Bauchkrämpfen", sagt die Ernährungswissenschafterin Alexandra Krotz in einer Aussendung der deutschen Techniker Krankenkasse. Andere Symptome sind ein Völlegefühl, Blähungen oder Durchfall. "Behandeln können Ärzte die Ursachen dieser Laktose-Intoleranz nach dem heutigen Stand der Wissenschaft noch nicht", so Krotz. Sie rät Betroffenen deshalb dazu, so weit wie möglich auf Milch und Milcherzeugnisse zu verzichten.

Manch ein Betroffener kann nicht einmal den wenigen Milchzucker in Latte Macchiato, Käse, Schokolade, Joghurt oder Eiscreme verarbeiten. Ihnen rät die Ernährungswissenschaftlerin, auch bei Fertiggerichten, Tiefkühlpizzen oder Packerlsuppen vorsichtig zu sein: Sie enthalten häufig Laktose, da diese Lebensmittel fester macht, für mehr Volumen sorgt und ein angenehmes Mundgefühl erzeugt. Sogar Wurstwaren, mariniertes Fleisch, Brot und Semmeln, Bonbons oder auch Medikamente können Laktose enthalten. "Wenn auf der Liste der Zutaten oder Inhaltsstoffe Worte wie Laktose, Milchzucker, Trockenmilch oder Milchpulver stehen, heißt es aufpassen", sagt sie.

Viele Supermärkte und Reformhäuser bieten ihren Kunden inzwischen auch laktosefreie Milch und Milchprodukte an. "Alternativ können Betroffene auf Soja- oder Kokosmilch ausweichen", sagt Alexandra Krotz. Auch einige Käsesorten wie Feta und Hartkäse enthalten nur wenig Milchzucker und sind deshalb besser verträglich als andere Sorten. Wer unter einer leichten Laktose-Intoleranz leidet, muss so nicht ganz darauf verzichten.

Bei der Laktose-Intoleranz produziert der Körper zu wenig Laktase - ein Enzym, das den vor allem in Milchprodukten enthaltenen Milchzucker (Laktose) verarbeitet. Er setzt sich aus zwei Zuckermolekülen zusammen: aus Galaktose (Schleimzucker) und Glukose (Traubenzucker). Das Enzym Laktase spaltet die Laktose in ihre beiden Bestandteile, die der Körper dann über die Darmschleimhaut ins Blut aufnimmt.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden