Die wichtigsten Fragen zum Thema Kollagen

Die wichtigsten Fragen zu dem Thema Kollagen

1. Was bewirkt Kollagen?

Kraftstoff. Es gibt 28 verschiedene Kollagenfasern im menschlichen Körper. Diese sorgen in der Haut für ein elastisches und straffes Bindegewebe und reine Haut. Auch Sehnen und Knorpel werden durch das Strukturprotein druckfest und elastisch. Dr. Beck erklärt uns: „In der Haut vernetzen sich die Kollagenfasern miteinander und spannen sie dadurch. Je mehr dieser Stränge der Haut Halt geben, desto straffer ist sie. Dieses Kollagengerüst ist also der Grund, dass unsere Haut speziell in der Jugend glatt und faltenfrei ist.“
 
 
2. Ab welchem Alter wird Kollagen abgebaut?

Forever young? Laut aktuellen Studien beginnt der Abbau von Kollagen in der Haut in etwa mit dem 25. bis 30. Lebensjahr. Auch wenn man es mit bloßen Augen noch nicht sieht, beginnt dann bereits der Verlust von Spannkraft und Elastizität. Natürlich ist das individuell unterschiedlich und auch von Genen und Lebenswandel abhängig. Durch ungesunde Faktoren wie Sonne, Nikotin, Alkohol, ungesunde Ernährung und starker Hitze und Kälte kann dieser Abbau noch zusätzlich beschleunigt werden. „Wer der frühzeitigen Hautalterung entgegenarbeiten möchte, sollte UV-Strahlung meiden und einen gesunden Lebensstil pflegen“, erklärt Dr. Beck.
 

3. Wie kann man Kollagen wieder aufbauen?

Hilfreich. Antioxidantien wie Vitamin C oder Retinol sind die besten Helfer beim Anregen der Kollagenbildung. Sie können sogar der Reduktion des Stützgerüsts entgegenwirken. Vitamin C schützt außerdem vor freien Radikalen und Retinol hilft bei der Bildung von neuen Hautzellen. Im Idealfall werden die cleveren Wirkstoffe als hoch konzentriertes Serum auf die Haut aufgetragen. LED-Masken bestrahlen die Haut mit unterschiedlichen Lichtwellen und verbessern so auch die Kollagenproduktion. Beim Microneedling wird durch mikrofeine Verletzungen der Haut die Produktion des Proteins wieder angeregt. Und um die Haut vor Kollagen-schädlichen, freien Radikalen zu schützen, ist hoher Sonnenschutz auch an bewölkten oder kühleren Tagen ein absolutes Muss!
 
 
4. Was kann Kollagen in Cremes, Seren & Co.?

Praller Teint. Auch wenn reines Kollagen momentan sehr gerne in kosmetischen Produkten eingesetzt wird, so kann es laut unserer Expertin das Kollagengerüst nicht wirklich stärken oder gar wieder aufbauen. Das Molekül ist nämlich viel zu groß, um wirklich in die Hautschichten eindringen zu können. Warum wird Kollagen dann trotzdem so gern in Cremes und Co. eingesetzt? Die Antwort ist Feuchtigkeit! Denn selbst wenn Kollagen von außen aufgetragen die Haut nicht dauerhaft strafft, so kann es dennoch Feuchtigkeit speichern und sorgt so zumindest kurzfristig für einen glatteren, aufgepolsterten Teint. 
 
 
5. Kann ich Kollagen oral aufnehmen?

Von innen. Nicht nur als Pflege, auch in Nahrungsergänzungsmitteln ist Kollagen momentan extrem angesagt. Von Drinks über Kapseln bis hin zu Pulver gibt es eine riesige Palette an scheinbaren Anti-Aging-Wundern. Dabei ist laut Dr. Beck Vorsicht geboten. Viele Mittel werden schon im Magen zerlegt und sind dann nicht mehr besonders wirkungsvoll. Man sollte also beim Kauf schon genau darauf achten, dass z. B. die Kapseln die Reise durch den Magen gut überstehen können. Speziell in Kombination mit der richtigen Pflege kann so ein Kollagen-Treatment von innen für gute Straffungs-Erfolge sorgen.
 
 
5. Was kann ich über meine Ernährung tun?

Mahlzeit! Um das Kollagenniveau möglichst lang sehr hoch zu halten, sollte man darauf achten, regelmäßig Lebensmittel mit hohem, natürlichem Kollagenanteil zu verzehren. Das sind z. B. Fleisch, fetter Fisch wie Lachs oder Thunfisch und Eier. Aber auch rotes und oranges Obst und Gemüse wie Äpfel, Kirschen, Karotten und Mangos können helfen, den Kollagenabbau zu reduzieren. Natürlich ist es auch wichtig, viel Vitamin C aufzunehmen, wobei es laut Dr. Beck für den Anti-Aging-Effekt viel besser ist, das Vitamin als Serum oder Creme der Haut zukommen zu lassen. Achtung: Auch Zucker ist ein großer Feind der stützenden Kollagenfasern.