Rum und Zuckerhut sorgen für den richtigen Pfiff

Feuerzangenbowle für den Silvesterabend

Sekt oder Champagner sind zwar die Silvestergetränke schlechthin. Meist dienen sie aber nur zum Anstoßen auf das Neue Jahr.

Uwe Neuhaus, Vizepräsident der Deutschen Barkeeper-Union, meint: "Über den Silvesterabend verteilt ist nach wie vor noch die klassische Silvesterbowle im Trend", erklärt Neuhaus, der selbst eine Bar besitzt.

Der Klassiker: Die Feuerzangenbowle
Für eine typische Feuerzangenbowle zum Jahreswechsel nimmt er drei Flaschen Rotwein à 0,75 Liter, zum Beispiel Bordeaux, und eine ebenso große Flasche Jamaika-Rum mit 54 bis 73 Volumenprozent Alkohol - "je nachdem, wie stark die Bowle werden soll". Außerdem gehören je eine ungespritzte Zitrone und Orange, zwei bis drei Zimtstangen, fünf bis sechs Gewürznelken und ein Zuckerhut à 250 Gramm dazu.

Um die Bowle zuzubereiten, empfiehlt Neuhaus folgendes Vorgehen: "Den Rotwein, den Saft der Zitrone und der Orange, die Zimtstangen sowie die mit Gewürznelken gespickten Zitronen- und Orangenschalen in einen Topf oder Kupferkessel geben und auf dem Rechaud langsam erwärmen, nicht kochen. Die Feuerzange mit dem Zuckerhut über den Kessel legen und mit Rum tränken. Den durchtränkten Zuckerhut anzünden und mit einem Schöpflöffel den restlichen Rum über den Zuckerhut nachgießen, bis der gesamte Zucker in den Wein getropft ist. Danach die Feuerzange und die Gewürze mit den Schalen entfernen." Mit einem Schöpflöffel wird die Bowle dann in feuerfeste Henkelgläser gegossen.