Pärchen küsst sich im Wasser

Der Schlüssel zur gleichberechtigten Beziehung?

Den "Romance Gap" schließen

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Eine neue Kampagne der beliebten Dating App Bumble zeigt, wie der “Romance Gap” veraltete Erwartungen beim Dating und in Beziehungen aufrecht erhält. 

Bumble, die "Women-first" Dating App, startet eine Kampagne, um auf den ‘Romance Gap’ aufmerksam zu machen – die Diskrepanz im Verhalten, das von Männern/männlich gelesenen Personen und Frauen/weiblich gelesenen Personen beim Dating und in Beziehungen erwartet wird.
In einer von Bumble in Auftrag gegebenen Umfrage* gaben 85 % der Befragten an, dass Gleichberechtigung zwischen Menschen, die sich daten oder in einer Beziehung sind, wichtig ist. Die überwältigende Mehrheit (74 %) sagt allerdings auch, dass es in romantischen Beziehungen je nach Geschlecht noch immer unterschiedliche Erwartungen und erwartete Verhaltensweisen gibt – ein Romance Gap.

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Der Romance Gap macht Beziehungen stressiger 

Trotz der positiven Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung sind Geschlechterrollen und geschlechtsspezifische Erwartungen im Dating und in Beziehungen noch immer sehr präsent und vor allem akzeptiert. Die von YouGov in mehreren europäischen Kernmärkten durchgeführte Umfrage zeigt, dass diese Erwartungen tief in der Gesellschaft verwurzelt sind. So gab die Hälfte der Erwachsenen (52%) an, dass Menschen sich aufgrund dieser Erwartungen verstellen.

Das führt nicht nur zu weniger authentischen Interaktionen und Begegnungen, sondern macht für fast die Hälfte der Befragten (47 %) Dating und Beziehungen stressiger und schwieriger. Häufig werden Verhaltensweisen, die bei Männern als romantisch gelten, bei Frauen negativ angesehen. Diese Diskrepanzen zeigen sich beim Dating aber auch in längeren Beziehungen auf verschiedene Arten, wobei sowohl Männer als auch Frauen erheblichen Druck verspüren, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten. Dazu gehören:

  • Männer sollen die Initiative ergreifen: Die Hälfte der Befragten (52 %) gibt an, dass die Gesellschaft von Männern erwartet, in Beziehungen den aktiven Part zu übernehmen, während nur 8 % der Meinung sind, dass das von Frauen erwartet wird. Mehr als ein Viertel der Männer (27 %) fühlt sich von der Erwartung, die Initiative ergreifen zu müssen, unter Druck gesetzt.
  • Frauen sollen nicht verzweifelt wirken: 44% geben an, dass von Frauen erwartet wird, nicht zu interessiert, anhänglich oder verzweifelt zu wirken. Ein Drittel (32%) der Frauen haben sich auf Dates oder in Beziehungen bereits darüber Sorgen gemacht.
  • Männer sollen entscheiden, wann es ernst wird: Fast die Hälfte der Befragten (45%) geben an, dass von Männern erwartet wird, dass sie ihren Partner:innen einen Antrag machen, während nur 4% der Meinung sind, dass dies von Frauen erwartet wird.
  • Frauen haben ein “Verfallsdatum” beim Dating: 42% geben an, dass von Frauen erwartet wird, dass sie sich vorrangig darum kümmern, eine:n Partner:in zu finden und sich binden sollten, bevor sie "zu alt" sind. Im Gegensatz dazu sagen nur 13 %, dass die Gesellschaft dies von Männern erwartet. Jede dritte der befragten Frauen (32 %) hat das Gefühl, dass sie bei der Partnersuche oder in einer Beziehung Kompromisse eingehen muss.
  • Männer sollen die Versorger sein: 43 % sagen an, dass von Männern erwartet wird, dass sie mehr Geld verdienen, während nur 5 % der Meinung sind, dass dies von Frauen erwartet wird. Bei Männern ist die Wahrscheinlichkeit fast doppelt so hoch, dass sie beim Daten oder in einer Beziehung den Druck verspürt haben, mehr Geld verdienen zu müssen als ihr:e Partner:in.
  • Frauen ändern ihr Verhalten: Bei all diesen Erwartungen ist es nicht verwunderlich, dass jede dritte Frau (33 %) schon mal ihr Verhalten geändert hat, damit sich ihr Gegenüber überlegen oder wohler fühlt.

Naomi Walkland, Vizepräsidentin Marketing für Europa bei Bumble: “‘Romance Gap’ ist zwar ein neuer Begriff, aber viele von uns kennen das Gefühl. Die Momente, in denen man sich fragt, ob man nach der letzten Nachricht zu interessiert wirkt, darauf wartet, dass die andere Person die Initiative ergreift, oder sich Sorgen macht, ob man zu direkt, zu unerfahren oder zu alt rüberkommt. Bei Bumble arbeiten wir an einer App, die es Frauen ermöglicht, den ersten Schritt zu machen und von Anfang an nach ihren eigenen Regeln zu daten. Aber das allein reicht nicht, um diese tiefen, gesellschaftlichen Erwartungen zu ändern.

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Wunsch nach Veränderung 

Ein Romance Gap, der nicht hinterfragt wird, schränkt uns alle ein. Jede zweite Person bestätigt, dass es dadurch schwieriger ist, gleichberechtigte Beziehungen aufzubauen. Um den Romance Gap zu minimieren, müssen wir anerkennen, dass es diese Diskrepanzen gibt und anfangen offen darüber zu sprechen, wie er sich auf uns selbst, unsere Partner:innen und Beziehungen auswirkt. Nur wenn wir uns darüber bewusst sind, können wir uns gegenseitig hinterfragen und die geschlechtsspezifischen Erwartungen überwinden.”

Obwohl diese Erwartungen bestehen, gibt es einen Wunsch nach Veränderung. In einer idealen Welt gäbe es für die befragten Personen keine Erwartungen daran, wer mehr Geld verdient (50 %), mehr Erfolg in der Karriere hat (46 %) oder den ersten Schritt macht, um ein Date zu initiieren (39 %). Mehr als die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass es wichtig ist, selbstbewusst auszudrücken, wer man ist und was man will (56 %). 44% der befragten Frauen geben an, dass es ihnen künftig ein Anliegen ist, das Thema Gleichberechtigung beim Daten und in Beziehungen frühzeitig anzusprechen.

Bumble, die Women-First Dating App, basiert darauf Frauen zu ermutigen, gesellschaftliche Erwartungen zu hinterfragen und den ersten Schritt zu machen. Die beliebte Dating App gibt Frauen die Kontrolle, den Ton anzugeben und zu entscheiden, wann und wie sie ein Gespräch beginnen. 

Weitere Informationen zum Romance Gap finden Sie hier.

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