Charlotte Roches flotter Zweiter

Neues Buch

Charlotte Roches flotter Zweiter

Skandalautorin: Blowjobs im Buch – Magersucht und Alkohol im realen Leben.

„Was soll man über mich veröffentlichen, was schocken würde?“, so Charlotte Roche (33) im Interview mit ORF-Kulturmontag. Denn wenn sie etwas zu erzählen hat, dann tut sie es gern selbst: „Nach Feuchtgebiete war ich magersüchtig“, gesteht sie im Spiegel. Der Hype 2008 ging der zierlichen Deutschen an die Substanz. „Wenn ich keine Magersucht habe, bin ich Alkoholikerin“, schockiert die Mutter einer sechsjährigen Tochter weiter.

Sucht-Gefahr
Sie selbst sei ein Suchtmensch. „Entweder ich trinke gar nicht oder ich saufe mich zu Tode“, gesteht Roche kurz vor dem Erscheinen ihres neuen Skandal-Romans Schoßgebete, der Mittwoch Abend in einer Auflage von 500.000 Stück herauskommt. Auch dieses Mal „spüre sie den Druck wie vor einer Geburt“.

Roche intim
Und auch diesmal geht es um Sex – auch autobiografisch. „Das Buch ist wie ein Testament. Da steht alles drin, was ich gelernt habe – auch wie man seinem Mann liebevoll einen bläst“, so Roche provokant im ORF. Und auf den ersten 20 Seiten geht es dann auch um nichts anderes als Fellatio. Ob sie mit Ehemann Martin Keß auch – wie Protagonistin Elisabeth – ins Puff geht, darüber schmunzelt Roche nur.

Nur eines stellt sie klar: „Meine Tochter darf das Buch nicht lesen. Sie würde sich denken: Hilfe, die will sterben und hat Depressionen …“
 

Die Skandalautorin über ihr neues Buch:

... über die Sexszenen:
„Ich beschreibe den Sex so, wie ich ihn mache oder wie ich es gern machen würde, wenn ich mal mehr Zeit hätte. Die Idee ist es, sehr viel von sich preiszugeben, obwohl das natürlich auch peinlich ist, weil ich ja fast alles hinschreibe, was ich gelernt habe über Sex und übers Blasen.“

... psychische Probleme:
„Ich habe Depressionen, Angstzustände, alles. Wenn ich keine Magersucht habe, bin ich Alkoholikerin. Letztes Jahr habe ich aufgehört zu trinken. Ich muss alles immer extrem machen. Alles, was ich anfange, wird sofort zur Sucht. Entweder trinke ich gar nicht oder ich saufe mich zu Tode.“

... über den Erfolgsdruck:
„Es ist ein bisschen so wie vor einer Geburt: Man hofft, dass alles gut geht. Viele Leute positionieren sich schon und fangen schon an, mit Dreck zu schmeißen. Der Druck ist riesig und ich merk das auch.“

... übers „richtige Blasen“:
„Im Prinzip ist das ganze Buch wie ein Testament. Da steht alles drin, was ich gelernt habe und ich gebe das so auch weiter. Wie bläst man zum Beispiel seinem Mann liebevoll einen. Das richtige Blasen, das Kindererziehen – alles muss perfekt sein. Ich hole mir meine Impulse aus meinem Leben, meiner Therapie oder beim Erziehungsberater.

... über Magersucht:
„Vielleicht hatte es auch mit Feuchtgebiete zu tun. Ich war 2008 erschöpft, körperlich, seelisch. Überall gab es Fotos, plötzlich beschäftigt man sich fast nur noch damit, wie man aussieht. Ich wurde gnadenlos böse mit mir.“