Noam Chomsky erhält Erich-Fromm-Preis

"Er spricht eine Sprache der Vernunft, die den Mächtigen und Meinungsbildnern ins Gewissen zu reden imstande ist und die Ohnmächtigen und Kritischdenkenden hoffen lässt", heißt es in der Würdigung der Tübinger Fromm-Gesellschaft. Dabei habe Chomsky seine politischen Urteile immer unabhängig von öffentlichen Meinungen getroffen. Der Preis wird am 23. März im Stuttgarter Neuen Schloss überreicht.

Chomsky ist einer der namhaftesten politischen Querdenker in den USA. Er gilt zudem als einer der Vordenker der Anti-Globalisierungsbewegung. Nach dem 11. September 2001 stellte Chomsky die These auf, die Terroranschläge auf New York und Washington D.C. seien eine unvermeidliche Antwort der Dritten Welt auf die Ausbeutung und Unterdrückung durch die USA. Washington ringe seit Jahrzehnten hemmungslos um die uneingeschränkte Weltherrschaft. Der 81-Jährige lehrte viele Jahre am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston.

Der Psychoanalytiker, Soziologe und Philosoph Erich Fromm (1900-1980) hat sich weltweit als Humanist einen Namen gemacht. Der nach ihm benannte Preis wird jährlich verliehen. Bisherige Preisträger sind die Journalisten Heribert Prantl und Hans Leyendecker sowie der Theologe Eugen Drewermann.

INFO: http://www.fromm-gesellschaft.de; Chomskys Homepage am MIT: http://dpaq.de/kKXPe

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden