Kein Tag wie der andere

MADONNA-Blog

Kein Tag wie der andere

Warum Sie nicht mit mir auf Urlaub fahren sollten...

Nicht unwesentlich im Urlaub ist der Wetterbericht von daheim. Zu Hause regnet es? Wie traurig für die Daheimgebliebenen! „Schade“, gähnt man dann und rekelt sich in der Sonne.   So schadenfroh bin ICH allerdings nicht.

Zwar rufe auch ich daheim an, um die Wetterlage zu erfahren, höre aber nie, dass es beispielsweise regnet. Stattdessen treten, kaum dass ich das Land verlassen habe, spontane Hitzewellen auf den Plan. Prima Sonne, milde Nächte, Badespaß. Mit diesen schönen Nachrichten ziehe ich mich in eine hoffentlich beheizte Behausung zurück, trinke heißen Tee und halte die Kinder mit circa 820 Uno-Partien am Tag bei Laune. Museumsbesuche haben auch ihren Reiz.

Wo ich bin, ist schlechtes Wetter (falls es heute schön ist in meiner Heimatstadt: Es bleibt noch vierzehn Tage prachtvoll, keine Sorge! Dann können Sie schön langsam die Wintergarderobe...).

Ich in Spanien?
Betrete ich das Land, fällt schwallweise kaltes Wasser vom Himmel und greise Einheimische murmeln, so eine Wetterkatastrophe hätten sie seit 60 Jahren nicht erlebt. Ich in Griechenland? Einzigartige Kältewellen legen sonst sengend heiße Inseln lahm. Und seht, sagen die Alten zu den Jungen, so sieht Schnee aus! Werde dazu übergehen, das positiv zu nützen. Erstens könnte man die Wettervorhersage kostengünstiger gestalten, wenn man der Bevölkerung meinen jeweiligen Standort bekannt gäbe. Man könnte Apps entwickeln, einfach zum Runterladen, die meine Urlaubs-Jahresplanung veröffentlichen und wertvolle Hinweise geben, welche Orte demnächst zur Tourismuskatastrophe werden.

Ich könnte auch einen Jahreskalender mit Schüttelreimen gestalten. „Reist sie bald nach Korsika, ist die Sonne nicht mehr da. Durchquert sie die Sahara, ist der Regen a da. Fährt sie gen Formentera, zieht Hagel auf, ganz schwera.
Und halten Sie mich bitte nicht für größenwahnsinnig, wenn ich Ihnen ein Geheimnis verrate: Das Wetter wird extra für mich gemacht!