26. Juli 2013 13:22
Uschi Fellner
Kein Tag wie der andere

Warum Kate noch eine bedeutende Prüfung bevorsteht.
Kein Tag wie der andere
© Inge Prader

Montag lag Großbritannien kollektiv in den Wehen, und wer sich auch nur minimal für Königshäuser interessiert, erfuhr, dass vor dem St. Mary’s Hospital in London 200 Fotografen ihre Claims mit Klebeband abgesteckt hatten und US-Sender Taxis anmieteten, die seit Tagen die Parkplätze für ihre Übertragungswagen blockierten.
Übertragen wurde vor allem ein mit Folie abgeklebtes Krankenhausfenster im ersten Stock, hinter dem Kate offenbar gebar. Vor den Augen der Welt zu gebären muss ein Albtraum sein, selbst wenn man ­eine ausgemachte Rampensau ist, was Catherine Mountbatten-Windsor, besser bekannt als Kate Middleton, keinesfalls zu unterstellen ist.

Nun ist ja Vater werden auch nicht leicht, selbst bei Königs. Was tun, wenn das Kind da ist? Sich weiter um die Karriere kümmern? Auf die Familie konzentrieren? Nie mehr mit Kumpels abhängen? Fragen, die sich Prinz William stellen muss, der angeblich erwägt, seinen Job als Hubschrauberpilot an den Nagel zu hängen. Sicher ist, zumindest laut dem Internet-Dienst gofeminin.de: „Er freut sich wie verrückt!“
Solchen Exklusivmeldungen habe auch ich etwas beizufügen, zum Beispiel: Wir werden nicht umhin können mitzuerleben, wie das Thronfolgerchen seine ersten Schritte tut. Und hoffentlich hat es ein paar tüchtige Teenager-Allüren, damit wir zumindest im Nachhinein die Gewissheit haben: Hey, auch Könige haben vierzehnjährige Muffel daheim, die ihre Eltern urpeinlich finden (also wäre ich das Vierzehnjährige von Kate und William, puh!).

Die neben der Geburt schwerste Prüfung steht aber demnächst der Jungmutter bevor, nämlich ihre eigene Baby-Party, bei der es Tradition ist, allerlei Nützliches von den Freundinnen zu bekommen. Mit einem gewissen Unbehagen erinnere ich mich an den Diaper Cake (unzureichend übersetzt mit Windelkuchen), über den ich mich dereinst freuen musste. Verdammt praktisch! Trotzdem habe ich mich bis heute nicht getraut, diese gut gemeinte Idee als milde Gabe weiter zu verbreiten.