Uschi Fellners täglicher MADONNA Blog

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Gott würde Guetta hören

Uschi Fellner schreibt über die Vorzüge des Geldes in den Augen Pubertierender.

Die Pubertierende legte im Auto die neue David-Guetta-CD ein und richtete sich, erfüllt von neuem Lebensmut, wieder auf. Wie ein Sittich mit dem Kopf wippend ergab sie sich der rätselhaften Magie des Gottes der Musikbranche.

Der Sechsjährige wippte auf der Rückbank und trat, als sich der Beat zum Äußersten entschloss, freudig gegen meine Lehne. "Warum findet ihr David Guetta cool?", fragte ich die Sonnenstrahlen meiner Existenz. "Weil er den viel cooleren Beruf hat als du!", schrie mein Sohn von der Rückbank."Er hat einen Privatjet", sagte meine Tochter mit vielsagendem Blick. "Und er hat hundert Millionen Mal mehr Geld als du", schrie mein Sohn von der Rückbank. "Soweit mir bekannt ist, führt David Guetta ein bescheidenes Leben mit Frau und zwei Kindern", sagte ich, das beeindruckte die Groupies aber nur in überschaubarem Maß.

"Er verdient als DJ 100.000 Euro in drei Stunden", sagte meine Tochter. "Und du schuldest mir seit Monaten das Taschengeld", schrie mein Sohn, der offenbar die Adoption durch David Guetta anstrebt. David Guetta, dachte ich, ist entweder sehr klug oder ein Glückskind. "Und er hat zwanzig blonde Frauen mit Riesenbusen", schrie mein Sohn von der Rückbank.

Klar. Wenn ich am Boden liege, bitte kräftig nachtreten.