07. Juni 2013 13:07
Kristin Pelzl-Scheruga
Panik vor dem Abflug
Entspannt verreisen – das muss ich noch lernen!
Panik vor dem Abflug
© Inge Prader

Der Beste und ich haben ein Weekend in Amsterdam gebucht und ich renne alle 30 Minuten aufs Klo. Super, gerade jetzt: eine Blasenentzündung, vielen Dank!
Die Betriebsärztin verschreibt mir ein Einmal-Dosis-Antibiotikum: „Das wirkt meist rasch und sicher.“ Ich nehme das Medikament und am nächsten Tag ist mein Zustand um nichts besser.  
Unser Flug geht mittags. Beim Packen bekomme ich unerträgliche Kreuzschmerzen. Nierenbeckenentzündung! Klarer Fall: Das Antibiotikum hat nicht gewirkt. Was mach’ ich jetzt? In zwei Stunden fliegen wir! Ich nehme ausnahmsweise ein Schmerzmittel.
Es hilft nichts. Am Flughafen kann ich kaum mehr gehen. Zum Glück gibt es dort ein medizinisches Zentrum. „Ich brauche ein Breitbandantibiotikum, ich habe eine Nierenbeckenentzündung!“, flehe ich den Sanitäter an.
Der bittet mich seelenruhig um eine Urinprobe. Dann kommt der Arzt, ein Asiate: „Geht gut?“ Ich krepiere! Er klopft meine Nieren ab: „Tut weh?“ Ich spüre nichts. „Sie gesund! Harn auch in Ordnung, Zunge auch!“ Aber meine Schmerzen...!? Der Arzt lächelt: „Wahrscheinlich nur bissi verspannt!“  
Was ich dem Besten hoch anrechne: Er hat milde grinsend geschwiegen.  
Amsterdam war übrigens wunderschön. Und schon im Flugzeug war ich wieder gesund. Dieser Asiate muss heilende Hände gehabt haben...

Kristin Pelzl-Scheruga ist
Gesund-Chefin von MADONNA.