Das bewegte Haar

Karin Garzarolli

Das bewegte Haar

Miniplis gingen und gehen nie. Beach-Waves immer!

Können Sie sich noch an Minipli erinnern? Das war eine Dauerwelle, die mit wuzi-wuzi-kleinen Wicklern gemacht wurde. Dementsprechend wuzi-wuzi-klein waren auch die Löckchen. Besonders hip in Kombination mit einer Vokuhila – vorne kurz, hinten lang. Die Prachtfrisur der 1980er-Jahre schlechthin.


So happy. Und ja, auch ich habe mich damals zu Minipli hinreißen lassen. Ohne Vokuhila zu meiner Ehrenrettung. Und nur für drei Wochen. Dann wichen die Löckchen, die mich viele Tränen gekostet haben, einem coolen, raspelkurzen Cut à la Jean Seberg. Nie wieder Locken lautete meine Devise. Schon gar keine von Dauer. Hie und da Bewegungen im Haar, wie nur Salzwasser und Sonne sie zaubern können. Da kann ich schon schwach werden. Wurde ich auch. Schwups, saß mit dem Wunsch nach semipermanenten Beachwaves (sie halten acht Wochen, mal sehen) beim Coiffeur meines Vertrauens und hatte – nachdem er mir schwor, dass da keine einzige Locke rauskommt – Wickler im Haar. Nein, riesige Schaumstoff-Papilotten und davon nur acht. Bei einem Geruchs-Déjà-vu – ja, dieses Wellenmittel stinkt immer noch so abnormal – kam noch mal kurz die Angst vor dem 80er-Jahre-Desaster hoch. Ist schnell wieder verflogen. Ich hab jetzt Beach-Waves. Den ganzen Sommer lang!

Karin Garzarolli ist Beauty-Chefin bei MADONNA k.garzarolli@oe24.at