Gourmettagebuch

Alexandra Stroh:

Gourmettagebuch

Ein Besuch in London, ohne das Fifteen von Jamie Oliver besucht zu haben, schien mir unpassend. Doch schon bei der Tischreservierung wurde es kompliziert: Wir waren eine Gruppe, und als solche wird man im Fifteen Restaurant nicht angenommen. Also mussten wir uns mit einem Tisch in der Fifteen Trattoria begnügen. Doch schon Einrichtung und Ambiente waren wenig behaglich. Die Trattoria erinnert an eine schickere Kantine, der Geräuschpegel ebenso. Als Vorspeise gab es, surprise, surprise, Antipasti. Das Olivenöl stand schon auf dem Tisch (hygienisch bedenklich), Prosciutto und Mozzarella waren in Ordnung, aber keine Offenbarung. Die hausgemachte Pasta war gut, aber unspektakulär, der Bolognese fehlte – wie übrigens fast allen Speisen – die Würze, dem Salat das Dressing. Alles in allem in Ordnung, aber – ob des Hypes, der um Jamie Oliver gemacht wird – ziemlich überschätzt. Beim nächsten London-Besuch gehe ich zum Inder...

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