Zum Muttertag

Daniela Schimke

Zum Muttertag

Samstag ist „Jour fixe“-Tag. Während Sie vielleicht gerade diese Zeilen lesen, sitze ich beim obligatorischen 11-Uhr-Milchkaffee im Café Nussdorfer und bringe mich in Sachen „Dorf-News“ auf den neuesten Stand. Stets beim informativen Happening dabei: meine liebe Freundin, die ich am ersten Volksschultag kennen und lieben lernte. Alles haben wir zusammen durchgemacht: erste Lieben, viele Leiden, Tausende Stunden des Glücks und der Trauer... Immer noch lachen wir über denselben Blödsinn, teilen die inzwischen erwachsene Meinung. Einzig das Mutterglück ist bis dato nur meiner Freundin vorbehalten, die mir jetzt mit ihrem süßen Mädchen und dem neugeborenen Buben im Arm gegenübersitzt. Auch sie hat müde Augen – nicht vom Redaktionsschluss oder vom Ausgehen wie ich, sondern vielmehr von den durchwachten Nächten, die ihr der entzückende Sohnemann derzeit bereitet. Jahrelang war ich um keinen Rat verlegen – jetzt sitze ich ahnungslos da. „Das geht vorbei“, ist das Einzige, was mir einfällt, während ich ihr die neueste Anti-Wrinkle-Crème über den Tisch schiebe. „Was macht ihr am Muttertag?“, frage ich, um sie abzulenken. „Hoffentlich schlafen!“, grollt meine Freundin. Ich wünsche es dir, meine Süße – in ein, zwei Jahren ist alles vergessen, wenn deine lieben Kleinen mit Zeichnung und Blümchen an deinem Bett stehen. Das lohnt jede schlaflose Stunde! 

Daniela Schimke ist MADONNA Chefredakteurin. d.schimke@oe24.at

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