Urlaubstage sind gute Tage

Urlaubstage sind gute Tage

Die schlechte Nachricht zuerst: Dies ist der letzte Blog für (gefühlt) sehr lange Zeit, weil sich die Verfasserin – und das ist die gute Nachricht, die beste eigentlich – in den Urlaub verfügt. Dann nämlich, wenn die meisten braungebrannt und genervt von zuviel Familiennähe und Partnerschaft auf dem Prüfstand schon wieder in ihren klimatisierten Büros sitzen. Der Abwesenheitsassistent ist aktiviert, die letzten Zeilen tippe ich gerade, mit den Kolleginnen, die mir die Auszeit alle so von Herzen ;o) gönnen, wurde schon mit Sprudelflüssigkeit auf die arbeitsfreien Tage angestoßen. Passt.
Jetzt gilt es nur noch, in den nächsten vier Tagen alle Vorbereitungen zu treffen, die es für eine Woche Mykonos so dringend braucht. Ein Termin bei der Maniküre und Pediküre, und auch der Friseur muss das Haar auf sieben Tage Sonneneinstrahlung inklusive Salzwasser und Chlor vorbereiten.
Die ein oder andere Tunika wartet noch in der letzten Sommerabverkaufaktion auf mich – auch in den Holidays will die Wäsche täglich gewechselt werden, und ich bin mir nicht sicher, ob vier Bikinis für eine Woche wirklich genug sind…
Der nette Mann von der Kulturredaktion hat mich mit sieben Kilo bester Bücher versorgt, aber wer meinen I-pod jetzt musikmäßig – was Chilliges wäre für die griechische Insel perfekt – auf Vordermann bringt, ist noch nicht ausgemacht. Ich bin Waldorfschülerin. Will sagen: Meinen Namen kann ich tanzen, aber wir man ein ganzes Lied in ein zwei Mal zwei Zentimeter großes türkisfarbenes Teil reintut – keinen Schimmer. Oder sollte ich den Walkman mitnehmen?
Ganz großes Problem:Ich muss in den nächsten vier Tagen noch drei Kilo abnehmen und meinen Muskelstatus auf einen Madonna Mindest-Definitions-Stand bringen, damit ich mich unter den hippen Mykonos-Urlaubern nicht vollends blamiere. Das wird ein bisschen stressig. Muss aber sein.
Und nun zur Königsdisziplin: Vorbräunen. Vor ungefähr neun Wochen hatte ich nach kurzem Mallorca Trip das, was man einen zarten Bronzeteint nennt.
Jetzt ist er, der Körper als Ganzer, eher so blass rosa. Das bedeutet: Regelmäßige Sonnenstudiobesuche in den nächsten vier Tagen gepaart mit der Anwendung feinster Selbstbräunungstücher, die ebenfalls großräumig verteilt werden.
Ganz zum Schluss (also mindestens zwei Tage vor Abflug) die Kür: Kofferpacken!!!!
Natürlich überlege ich schon jetzt diverse Kombinationen im Kopf, weil diesmal reise ich wirklich nur mit kleinem Gepäck! Hat mir auch eine Kollegin geraten, die gerade Griechenland bereist hat. Man braucht ja wirklich so gut wir gar nichts (vor allem dann, wenn man mit dem Mann des Herzens unterwegs ist). Keine Fetzen, kein Make-up, und am Strand genügen täglich dieselben Flip-Flops. Aber für Notsituationen (und wirklich nur für solche) braucht man vielleicht doch was Hübsches, das sich vorteilhaft an den Körper schmiegt. Und für den nicht geplanten, aber vielleicht spontan entschiedenen Clubbesuch will auch was Passendes im Koffer sein. Ok, dann doch auch Make-up und zwei Paar High Heels zum Aussuchen. Und die Packung fürs Haar, damit sie sich am Abend nach langem Strandtag nicht zu sehr kräuseln. Und die neue Bodylotion mit Glitzereffekt, weil das kommt so gut unter der Disco-Kugel, und ein paar Accessoires sind dann ebenfalls notwendig. Und die Strandtasche mit Sonnenschutzcremes Faktor 1-50, die darf ich auch auf keinen Fall vergessen.
Was soll ich sagen: Ich werde die Redaktion und auch das Land verlassen. Überglücklich und mit Übergepäck.
 
So long.

Autor: Alexandra Stroh
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