Schönheit im Trend

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Die plastische und ästhetische Medizin entwickelt sich rasant weiter. Doch ist alles empfehlenswert, was neu und trendy ist? Experte Doz. Matiasek liefert Antworten. 

Beim vierten MADONNA Beauty Day im Wiener MAK stand die Schönheitsmedizin im Fokus -und mit ihr Dozent Dr. Johannes Matiasek. Im Bühnentalk mit gesund& fit-Chefredakteurin Nina Fischer gewährte der Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie Einblick in die sich rasant weiterentwickelnde Welt der Schönheitsmediziner:innen. Der renommierte Chirurg mit Ordinationen in Wien und Schladming ist weltweit auf den wichtigen Medizinkongressen vertreten und daher ein Experte für Innovationen und Trends. Die spannendsten Facts und News des Interviews mit Doz. Matiasek liefern wir Ihnen auf diesen Seiten kompakt zusammengefasst zum Nachlesen.

Eingriffe immer schonender. Die plastische und ästhetische Medizin versteht es, immer schonender in Alterungsprozesse einzugreifen. "Die sogenannten minimal- oder nicht-invasiven Behandlungen", so Doz. Johannes Matiasek, "ermöglichen es in vielen Fällen, das jugendliche Aussehen zu optimieren und das Rad der Zeit um einige Jahre zurückzudrehen - und das ganz ohne Skalpell." Vor allem mit Botox, Fillern wie Hyaluronsäure, dem Fett-weg-Frieren (Anm.: die Kryolipolyse) und Gesichts- sowie Körperstraffung mittels Laser, Radiofrequenz oder Ultraschall lässt sich ein jugendliches Äußeres über Jahre bewahren.
Zudem sind auch geringfügige Veränderungen von Gesicht und Körper mit diesen sogenannten Lunchtime-Treatments möglich. "Allerdings", so der Facharzt, "sind minimal- und nicht-invasiven Methoden gewisse Behandlungsgrenzen gesetzt. Je nach Region, Hautbeschaffenheit, Veranlagung, Alter und Umwelteinflüssen, denen Patient:innen ausgesetzt sind, sind chirurgische Eingriffe ab einem gewissen Stadium nicht mehr vermeidbar, um das individuelle und natürlich aussehende Schönheitsideal zu erzielen."

Brust-OP ist die Nummer 1. Die weltweit am häufigsten durchgeführten plastisch-chirurgischen Eingriffe sind Brustvergrößerungen, gefolgt von Fettabsaugungen und Augenlidoperationen. Besonders deutlich nahmen laut International Society of Aesthetic Plastic Surgery die Brauenliftoperationen zu.

Brustkorrekturen werden bereits seit mehreren Jahrzehnten durchgeführt. Die ersten Implantate wurden in den 1960er-Jahren entwickelt. Seitdem hat sich sowohl am Materialsektor als auch bei den OP-Techniken enorm viel getan. "Implantate sind sicherer geworden", so Doz. Matiasek. "Ein spezielles -kohäsives (Anm.:"zusammenhaltendes")- Silikongel bleibt selbst bei einem Riss des Implantats in seiner Form und tritt nicht frei in das umliegende Gewebe aus." Zudem sind Implantate nicht nur in unterschiedlichsten Größen, sondern auch Formen und Texturen erhältlich. Es gibt sie sogar "Ultraleicht-Modelle". Kommen Implantate zum Einsatz, sei es die Kunst, gemeinsam mit der Patientin das richtige auszuwählen. Unterstützung bei der Entscheidungsfindung bieten seit Neuestem eine Virtual-Reality-Brille. Mittels VR-Technologie wird der Patientin visualisiert, wie das mögliche Endergebnis an ihrem Körper aussehen könnte.
Eine weitere Innovation sind die neuen Schnitttechniken, die kleinere Schnitte und kürzere Klinikaufenthalte beziehungsweise Ausfallszeiten ermöglichen. Ein Beispiel: "Beim inframammären Zugang wird heute ein drei bis vier Zentimeter langer Schnitt in die Unterbrustfalte gesetzt, um das Implantat einzusetzen, sodass die Narbe später kaum sichtbar ist. Früher benötigte man einen 7-Zentimeter-Schnitt." Nicht immer benötigt es allerdings Implantate. In einige Fällen bietet sich auch Eigenfett als Material zur Vergrößerung an.

"Eigenfett ist phänomenal!", so der Mediziner. "Ich würde sogar sagen -es hat die ästhetische Chirurgie in ein neues Zeitalter gebracht!" Mittels Fettabsaugung (an unerwünschten Stellen) und nachträglicher Wiedereinbringung (an erwünschten Stellen wie Brust und Gesäß) - Lipotransfer genannt - lässt sich der gesamte Körper nach Wunsch formen und optimieren. Möglich machen das neue, patientenfreundlichere Methoden. Doz. Matiasek: "Mit der speziellen Methode der Power Assisted Liposuction wird heute das Fett nicht nur schonend abgesaugt, sondern zugleich eine Vibration durchgeführt. Diese löst einen Schrumpfungsprozess der darüber liegenden Haut aus, sodass in vielen Fällen sogar eine Straffung der Haut vermieden werden kann." Trotz all der Innovationen betont der Chirurg, dass jeder Eingriff immer ein Risiko birgt. Ausführliche Aufklärungs- und Beratungsgespräche im Vorfeld sind daher das Um und Auf.

Non-invasive Methoden sind am Vormarsch. Doch sanften Behandlungen sind Grenzen gesetzt. Doz. Dr. Johannes Matiasek

In Österreich werden jährlich rund 100.000 Schönheitsoperationen durchgeführt.

© J. Matiasek
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Zur Person

Dozent Dr. Johannes Matiasek ist ist Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie mit einer Ordination im 1. Wiener Bezirk (Kärntnerring 14) sowie einer weiteren in Schladming. Sein Medizinstudium absolvierte er an der Medizinischen Universität Wien. Zu seinen Spezialgebieten gehören minimalinvasive Behandlungen wie Filler und Fadenlifts, chirurgische Lidstraffungen, Facelifts, Brustkorrekturen sowie die gesamte Palette des Body-Contourings und der Lipödem-Behandlung. Mehr Infos finden Sie unter www.drmatiasek.at
 

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