Mit Botox die Mimikfalten außer Gefecht setzen

Preis der Schönheit

Mit Botox in den Faltenfeldzug

Botox, eigentlich Botulinumtoxin ist weltweit der beliebteste Wirkstoff in Sachen dermatologische Entknitterung.

Das gibt Ingo Schugt vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen an. Für das häufig als Nervengift verschriene Protein gibt er aber Entwarnung: "Es ist genauso Gift wie Alkohol und Aspirin welches sind." Vielmehr entspanne es die Muskeln und verhindere, dass sie die Haut in Falten ziehen.

Botox wirkt am besten im oberen Gesichtsdrittel: an Krähenfüßen, Glabellafalten genannten Zornesfurchen, waagrechten Stirnfalten oder "Bunny lines", den kurzen schrägen Fältchen, die den Nasenrücken beim Rümpfen furchen. Dies alles sind keine Alterungs-, sondern Mimikfalten, erklärt Schugt. Die Wirkung hält abhängig vom Stoffwechsel vier bis sechs Monate.

Botox darf im Gegensatz zu abbaubaren "Fillern" wie Hyaluron- oder Milchsäure nur der Experte spritzen. Und das ist in diesem Fall weder die Kosmetikerin noch die Krankenschwester, sondern nur der Arzt. Wer sich also auf einer Botox-Party im Wohnzimmer der besten Freundin zwischen Piccolo und Karaoke die Botox-Spritze in die Stirn jagen lässt, ist selber Schuld. Außerdem darf Botulinumtoxin seinen Feldzug in Sachen Schönheit offiziell nur zwischen den Augenbrauen antreten.