Cheese! So kriegen Sie das Hollywoodlächeln

Strahlend weiß

Cheese! So kriegen Sie das Hollywoodlächeln

Homebleaching und elektrische Zahnbürsten - wie Sie tiptop weiße Zähne bekommen sehen Sie hier.

(c) www.pps.at

Filmreif lachen
Die Investition in Bleachings, Veneers oderZahnspangen ist in Hollywood freilich so selbstverständlich wie hierzulandeder Friseurbesuch. Ein hinreißendes Lächeln mit makellosen Zähnengilt als Markenzeichen der Hollywood-Elite: Weder Julia Roberts, noch TomCruise sind von Natur aus mit derart filmreifen Zähnen gesegnet. Die guteNachricht: "Fast jedes Gebiss lässt sich zum Strahlen bringen", weißder Wiener Dentist Ernst Weinmann. "Zweimal tägliches Zähneputzen sowie regelmäßigeTermine beim Zahnarzt zur Kontrolle und zur Mundhygiene sind dieVoraussetzung. Doch dank moderner Zahnmedizin gibt es viele weitereMöglichkeiten, die Zähne perfekt zu gestalten." Gemeinsam mit der ZahnärztinBibi Guggenberger-Garstenauer aus Klosterneuburg beantwortet derDental-Spezialist MADONNA die wichtigsten Fragen zum aktuellen Thema "Mundhygiene und Zähne":

1 Sind elektrische Zahnbürsten besser für die Zähne alsmanuelle?
Ob die gute alte Handzahnbürste oder das elektrischePendant, ist mit der richtigen Putztechnik egal. Zahnarzt Ernst Weinmannempfiehlt beim Kauf einen Blick auf die Borsten zu werfen: „Diese solltennicht zu hart sein, eventuell kann man man auch zu abgerundeten Borstengreifen.“ Eine elektrische Zahnbürste hat aber gewisse Vorteile, soWeinmann: „Sie poliert gleichzeitig die Zähne.“ Auf folgende Punkte solltenSie bei elektrischen Zahnbürsten achten: Mit unterschiedlich langen Borstenlassen sich die Zahnzwischenräume besser reinigen. Manuelle Zahnbürstensollten hingegen ein überkreuztes Borstenfeld haben und die Borsten solltenaus Kunststoff sein, um ein Einnisten von Bakterien zu verhindern. TauschenSie Ihre Zahnbürste alle sechs bis acht Wochen aus!

2 Es scheint so leicht. Aber niemand weiß genau, wie man Zähne richtigputzt.
Beim Putzen gilt: Von Rot nach Weiß, also beim Zahnfleischbeginnen und mit kreisenden Bewegungen in Richtung Zahn-Ende gehen.Mindestens zweimal täglich sollte Zähne putzen am Plan stehen und zwaridealerweise morgens und abends. Profi-Tipp von Dr. Weinmann: „Vorsicht beimDruck. Manche elektrische Zahnbürsten melden, wenn man zu fest aufdrückt.“

3 Ist es wirklich wichtig, mit welcher Paste ich meine Zähne putze?
Ja.Eine gute Zahncreme schützt die Zähne vor Karies und härtet den Zahnschmelz.Deswegen sollte Zahnpaste immer Fluorid enthalten. Am besten sind Zahnpastenmit Natriumfluorid oder Aminfluorid (steht auf der Verpackung), da diesebesonders gut aufgenommen werden. Weinmann rät bei stark körnenden undbleichenden Pasten zur Vorsicht. Diese können die Zahnoberfläche beschädigen(siehe auch Frage 6). Wer nachts mit den Zähnen knirscht, sollte Pasten mitZinnfluorid nehmen, da beim Zähneknirschen der Zahnschmelz beschädigt wirdund empfindlicher wird. Der Wirkstoff Zinnfluorid wirkt dem entgegen. Bei entzündetemZahnfleisch hilft der Wirkstoff Triclosan.

4 Wie kann man die Zahnzwischenräume am besten reinigen?
Nebender richtigen Zahnbürste sollte auch täglich Zahnseide verwendet werden, dasich sonst Bakterien in den Zwischenräumen ansiedeln. Gehen Sie mit derZahnseide gleich nach dem Zähneputzen ans Werk, noch bevor Sie Ihren Mundausspülen. Auf die Art gelangen die Fluoride dorthin, wo sie hinsollen. Wiewendet man Zahnseide richtig an? Ernst Weinmann: „Die Zahnseide wirdvorsichtig über den Kontaktpunkt gezogen. Dann wird mit Hubbewegungen biszum Zahnfleisch die Vorderseite des einen beziehungsweise die Rückseite desanderen Zahnes gereinigt. Größere Zahnzwischenräume oder prothetischeArbeiten wie Brücken und Implantate lassen sich mit schaumstoffverbreitertenZahnseiden (Superfloss) am besten säubern.“ Gewachste Zahnseidehat den Vorteil, dass sie sich leichter halten lässt. Bürstchen sind nur fürgroße Zahnzwischenräume geeignet. Mundduschen können zusätzlich zurZahnseide verwendet werden, ersetzen diese aber nicht!

5 Kinder verlieren ihre Milchzähne ohnehin. Warum ist die Zahnpflegetrotzdem so wichtig?
Karies kann bei Milchzähnen die Entwicklungder zweiten Zähne ein Leben lang stören. Die zweiten Zähne wachsen dannnicht richtig nach und es kann zu Kiefer-problemen und Fehlstellungen derZähne kommen. Experte Weinmann: „Bei Kindern ist der empfindlicheZahnschmelz oft durch den übermäßigen Genuss von zuckerhaltigen Limonadenbesonders gefährdet, ebenso durch Schokolade und klebrige Süßigkeiten. Dahersind regelmäßige Kontrollen, Zahnpflege-Schulungen undfluoridhaltige Zahnpaste so wichtig.“

6 Was kann ich selbst für strahlend-weiße Zähne tun? Sind weißmachendeZahncremes empfehlenswert?
„Ja. Sie enthalten mehr Schleifkörper undkönnen bei rasch wieder auftretenden Verfärbungen durch Rauchen oder Teetrinken sinnvoll sein“, erklärt Dentistin Guggenberger-Garstenauer. Aber:Gefahr bei zu häufiger Verwendung sind Erosionen – also eine dauerhafteSchädigung des Zahnfleisches. Nichts hält die Expertin vonZahncremen, die Bleichmittel enthalten: „Die Einwirkzeit ist viel zu kurz,um eine aufhellende Wirkung zu entfalten. Die Verdünnung durch Speichel istzu groß.“

7 Richtig weiß werden Zähne mittels Bleaching. Wie genaufunktioniert das Bleaching beim Zahnarzt?
Der Zahnarzt deckt dasZahnfleisch ab und lässt ein hoch konzentriertes Bleichmittel etwa 45Minuten auf die Zähne einwirken. „Dieses Verfahren ist vor allem danngünstig, wenn die Verfärbungen nicht gleichmäßig, sondern fleckig sind. DieBleich-Wirkung kann durch Bestrahlung mit speziellem Licht noch intensiviertwerden“, weiß Guggenberger-Garstenauer. Der Erfolg hält bis zu drei Jahren;die Behandlung kann dann wiederholt werden. Kosten pro Kiefer: 180 bis 200Euro.

8 Ähnlich viel kostet das „Home Bleaching.“ Ist das auchempfehlenswert?
Guggenberger-Garstenauer: „Ja. Es ist bei richtigerHandhabung ebenfalls unschädlich für die Zähne. Beim Home Bleaching werdenindividuell angepasste Schienen täglich mindestens drei Stunden – meist überNacht – für 10 bis 14 Tage getragen. Davor wird vom Patienten jedes Mal einekleine Menge Bleichmittel in die Schiene eingebracht.“ Das Ergebnis hält einbis vier Jahre lang. Riskanter ist Homebleaching mit fertigen Folien: „DerEffekt am Unterkiefer ist nicht so perfekt, da die Folie durch denSpeichelfluss nicht so gut hält. Und es kommt oft zuZahnfleischentzündungen“, warnt die Expertin.

9 Hollywood-Stars schwören auf Veneers. Was genau ist das?
„Veneerssind Keramikschalen mit aufwendiger Herstellung und Anpassung – aber sehrschönem ästhetischem Ergebnis. Es ist wie ein Designer-Mäntelchen für denZahn“, illustriert Guggenberger-Garstenauer. Form und Oberfläche vonverfärbten oder schiefen Zähnen können so optimiert werden. Bei derVorbereitung muss zunächst etwa 0,7 bis ein Millimeter Zahnschmelzabgetragen werden; dann werden die Keramikschalen im gewünschten Farbtonaufgesetzt. Ein Veneer hält etwa zehn Jahre. Kosten pro Zahn: 700 bis 800Euro.