Zu warm: Skigebiete bangen um Openings

Noch "im Plan" waren die am kommenden Wochenende geplanten Skiopenings in den steirischen Skigebieten am Montag. Während die Eröffnungsfestivitäten am Hauser Kaibling und im Lachtal (4.-8.12.) sowie auf der Reiteralm mit dem "Schneefest" und in Schladming mit dem "Night Ski Festival" (5.-8.12.) gesichert sind, will man in anderen Regionen noch bis Mittwoch die Witterungsentwicklung abwarten.

Zu den abwartenden Veranstaltern zählen die Betreiber der Riesneralm und der Planneralm. Auch die Langlauf-Cracks Alois Stadlober und Markus Gandler werden erst am Dienstag entscheiden, ob das Langlauf-Opening in Ramsau am Dachstein wie geplant von 4. bis 7. Dezember über die Loipe geht.

Seilbahnstart war ja in mehreren Skigebieten wie Planai, Reiteralm und Turrach schon im Oktober, wo seither zumindest an den Wochenenden und an Feiertagen Betrieb war. Am vergangenen Wochenende ist der Kreischberg bei Murau dazugekommen, am Stuhleck (Semmering) ist das Opening für 12.12. fixiert und die Inbetriebnahme der Seilbahn davor noch offen.

In Tirol hat der Witterungsverlauf der vergangenen Wochen vorerst wenig Auswirkungen. Vor allem durch den Wetterumschwung nach Zusammenbruch des Föhns am Montag hofften die Touristiker auf Schneefall. Offen waren nach Angaben der Tirol Werbung etwa 20 Prozent der Skipisten. Insgesamt gibt es in Tirol Skipisten auf einer Länge von 3.500 Kilometern, dazu kommen noch 3.900 Kilometer Langlaufloipen.

Offen waren die fünf Gletscherskigebiete Kaunertal, Pitztal, Stubai, Ötztal und Hintertux. Skivergnügen gab es außerdem in Ischgl, wo 29 Liste geöffnet waren. Teilweise Skibetrieb gab es in Hochfügen im Zillertal. Am kommenden Wochenende folgen weitere Skigebiete. 75 Prozent der Tiroler Skipisten sind beschneibar, durch neue Technologien sei das zum Teil auch bei Plusgraden bereits möglich, hieß es.

In Salzburg haben einige Skigebiete bereits geöffnet, andere mussten ihren Saisonstart auf vorerst unbestimmte Zeit verschieben, wie beispielsweise im Pinzgau die Schmittenhöhe in Zell am See oder Saalbach/Hinterglemm. Da es aber laut Meteorologen bis Mittwoch im Gebirge schneien soll, entscheiden viele Bergbahnen Mitte der Woche, ob sie am Wochenende mit dem geplanten Skibetrieb starten. Das betrifft zum Beispiel Gastein und Leogang. In Zauchensee im Pongau ist der Saisonstart am 4. Dezember mit zwei Sesselbahnen allerdings fix. In Obertauern und Flachau (Pongau) sind bereits Lifte geöffnet, ebenso am Kitzsteinhorn in Kaprun (Pinzgau).

In Oberösterreich wackeln die für 5. Dezember geplanten Ski-Openings in praktisch allen größeren Skigebieten. Der Saisonstart sei unsicher, hieß es bei der Wurzeralm auf APA-Anfrage. Ähnlich ist die Situation im Skigebiet Dachstein-West, auch wenn man dort die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben hat. Am Kasberg soll Mitte der Woche entschieden werden, ob am Wochenende der Betrieb aufgenommen werden kann. Endgültig verschoben wurde der Start am Hochficht. "Es ist einfach zu warm", hieß es dort. Sobald die Temperaturen fallen, will man aber mit Beschneiung einen Teilbetrieb ermöglichen.

In Kärnten kann man derzeit in den Skigebieten Heiligenblut und Turracher Höhe sowie am Mölltaler Gletscher seine Schwünge in den Schnee ziehen. Überall sonst stehen die Lifte aber still. Die bekannten Skiregionen Nassfeld und Bad Kleinkirchheim, aber auch das Skigebiet am Katschberg haben bereits ihre Openings verschoben. Sollte es in den kommenden Tagen einen Temperatursturz auf den Bergen geben, hofft man, am 4. Dezember die Lifte in Betrieb nehmen zu können. Vier Tage Beschneiung würden genügen, hieß es, zudem wurden für die Nacht auf Dienstag intensive Niederschläge angekündigt, die vor allem in Oberkärnten bis in höhere Tallagen in Form von Schnee ankommen dürften. Der Schnee vom Oktober - damals fielen bis zu zwei Meter - ist in den vergangenen Wochen zur Gänze weggeschmolzen.

Die großen Vorarlberger Skigebiete wollen ausnahmslos am kommenden Wochenende (4./5. Dezember) in die Skisaison starten. Am Montag waren die Temperaturen im äußersten Westen Österreichs nach den milden Tagen der vergangenen Wochen so tief, dass es bis ins Rheintal schneite. Einige der Skigebiete hatten die Aufnahme des Saisonbetriebs bereits für 21. bzw. 28. November geplant.

Deutlich niedrigere Temperaturen als zuletzt sorgten zu Wochenbeginn für Optimismus. "Beim einen oder anderen Skigebiet steht beim Saisonstart zwar noch der Vermerk "unter Vorbehalt" dabei, ich denke aber, dass es mit diesem Wochenende klappen sollte", sagte Thorsten Bayer von der Vorarlberg Tourismus GmbH. In höheren Lagen wurde bis Dienstag mit Neuschneemengen von 20 bis 30 Zentimeter gerechnet.

Noch in der vergangenen Woche waren die Pisten der Vorarlberger Skigebiete mehrheitlich grasgrün anstatt weiß. Auch in den Skigebieten oberhalb von 1.500 Metern Seehöhe hatte der Winter nicht nachhaltig einziehen können. Für 21. bzw. 28. November vorgesehene Skiopenings in Skigebieten im Montafon (Golm, Gargellen, Hochjoch) fielen dem warmen Wetter ebenso zum Opfer wie der Saisonbeginn im Nobelski-Ressort Arlberg, der am vergangenen Freitag hätte erfolgen sollen.

Zuletzt hatten die Vorarlberger Tourismusorte im Winter 2006/07 lange auf Schnee warten müssen. Damals wurde der Saisonstart in den meisten Skidestinationen mehrmals verschoben.

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