Skifahren in Salzburg ist bereits möglich

Neuschneemengen sind aber nicht in Sicht. "In den nächsten zwei Wochen wird sich an der Gesamtwetterlage nichts ändern", prognostizierte Meteorologe Alexander Ohms von der Wetterdienststelle Salzburg. Auf 2.000 Meter Seehöhe herrschen frühlingshafte plus sieben Grad. Auch wenn im Gebirge die Temperaturen in den kommenden Tagen kurzfristig auf Null sinken und es bis auf 1.000 Meter unergiebig schneien kann, lässt der Wintereinbruch auf sich warten: "Die milde Südwest-Strömung bleibt bis 10., 15. Dezember bestehen", sagte Ohms. "Danach könnten sich die Druckverhältnisse umkehren, uns könnte eine kalte Nordströmung erreichen."

Unterhalb von 1.500 liegt derzeit kaum Schnee. Wegen des milden Wetters "ist das technische Beschneien der Pisten nicht möglich", wie Salzburgs Seilbahnenchef Ferdinand Eder am Mittwoch gegenüber der APA erklärte. Die Liftgesellschaften würden das aber "relativ gelassen" sehen. "Nervös sind wir noch nicht. Es ist ja nicht der Regelfall, dass Skigebiete im November offen haben." Die Zuversicht sei da, dass der Winter noch rechtzeitig vor Weihnachten kommt, wenn die Hauptsaison startet.

Die Schmittenhöhe in Zell am See musste den für kommendes Wochenende geplanten Saisonstart allerdings auf unbestimmte Zeit verschieben. Die Wintersportler könnten auf das benachbarte Partnerskigebiet am Kitzsteinhorn ausweichen, erklärte Eder. Sportgastein wollte am 7. November mit einem Wochenendbetrieb beginnen, was jedoch wegen Schneemangels bisher nicht möglich gewesen sei, so eine Mitarbeiterin der Bergbahnen. "Oben ist es ja wärmer wie im Tal."

Viele Skigebiete der Sportwelt Amade im Pongau und Pinzgau, wie zum Beispiel Gastein, Flachauwinkl, Kleinarl, Zauchensee, Großarl, Mühlbach am Hochkönig und Maria Alm, haben ihre Openings auf 4. und 5. Dezember festgesetzt. Noch besteht Hoffnung, dass die Eröffnungstermine halten. Sobald das Wetter umschlägt, könnten die Seilbahngesellschaften die wesentlichen Abfahrtsbereiche schon in drei bis fünf Tagen fertig beschneien. "Aufgrund des Salzburger Reinheitsgebots - es wird nur Wasser und Luft verwendet - ist Beschneien idealerweise bei minus vier Grad möglich, bei trockener Luft ab minus zwei Grad", erklärte Eder.

In die Optimierung ihrer Beschneiungsanlagen steckten die Salzburger Seilbahnunternehmen allein für diese Wintersaison rund 20 Millionen Euro. Etwa 100 Mio. Euro wurde in die Qualität, den Komfort und die Sicherheit der Bahnen investiert. Elf Liftanlagen wurden durch neue ersetzt. Der Rest der rund 135 Mio. Euro Gesamtinvestition entfällt auf Servicemaßnahmen.

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