St. Martins Therme im Seewinkel eröffnet

Lage, Lage, Lage - was sonst gern als Motto der Immobilienbranche gilt, war diesmal der Tenor bei der feierlichen Eröffnung der St. Martins Therme und Lodge im burgenländischen Frauenkirchen. Ins Schwärmen geriet auch Bundespräsident Heinz Fischer, der die paar Monate als Volksschüler im nahen Pamhagen in besonders inniger Erinnerung behalten hat: "Ich bin kein Experte, der sagen kann, wann sich ein Projekt rechnet - aber der Seewinkel ist schon einmalig." Nachsatz: Wenn sich voriges Jahr selbst das schwedische Königspaar bei Nieselwetter im November hier wohlgefühlt habe.

Der Generaldirektor des Errichters und Betreibers VAMED, Ernst Wastler, sieht genau in der Lage, dem die Therme umgebenden UNESCO-Weltkulturerbe und dem Nationalpark Neusiedlersee das, was die "erste Lodge Mitteleuropas", wie man stolz ist zu behaupten, "einzigartig und nicht kopierbar" mache. Der Anspruch war, zu zeigen, "dass dieses Haus mit der Natur zu tun hat", erklärt Architekt Wolfgang Wanek vor der illustren Gästeschar aus Politik und Wirtschaft: Weiche Formen - die Therme und das gehobene Vier-Sterne-Haus ahmen ein Schneckenhaus nach -, warme Sand- und Erdfarben und große Glasflächen, die "mit der Natur kommunizieren". Umgeben ist die "Schnecke" von acht Hektar Wasserfläche, die zuvor mehrere kleine Schotterteiche waren.

Einst in Sichtweite des Eisernen Vorhangs soll "St. Martins" 20 Jahre nach dessen Fall Gäste nicht nur aus dem Ballungsraum Wien anlocken, sondern auch aus Ungarn und der Slowakei. "Im Umkreis von 200 Kilometern liegen drei Hauptstädte", erinnert auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, der das von Bund und Land geförderte 83 Mio.-Projekt für "wohlüberlegt" hält. Landeshauptmann Hans Niessl sieht in der Therme nicht nur die erste Ganzjahres-Destination im Nordburgenland, sondern darüber hinaus "die Zukunftschance für die Region".

Geboten wird den Gästen der im Safari-Stil gehaltenen Lodge neben Wellness auf höchstem Niveau ein einmaliges Naturerlebnis mit eigenen Scouts, die auf die alten Hutweiden oder zum Vogelparadies der Lacken führen. Erwartet werden pro Jahr rund 300.000 Tagesbesucher und 70.000 Lodge-Gäste. Der schwedische König habe bei seinem Besuch bei dichtem Nebel statt Vögelschauen nur "Vögelhören" können und sei begeistert gewesen, gab Bundespräsident Fischer zum Besten - was kann da noch schiefgehen?

INFO: http://www.stmartins.at

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