Feinschliff für die "Oasis of the Seas"

Am 30. November soll in Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida die Taufe sein. Danach wird das Schiff ausschließlich in der Karibik kreuzen - wohin am 1. Dezember auch gleich die Jungfernfahrt führt. In der Karibik sind die Inseln mitunter klein - und damit als Ziel für ein Schiff mit 6296 Passagieren bei ausgereizten Zustellbetten sowie 2160 Mann Besatzung nicht ganz passend. So macht das Schiff nur drei Stopps auf der Sieben-Tage-Tour: St. Thomas, St. Maarten und Nassau auf den Bahamas. Vier-Tage-Trips führen zur RCI-Insel Labadee bei Haiti. "In den Häfen wurden neue Abfertigungsgebäude für uns gebaut, damit wir die Sicherheitskontrollen nicht mehr auf dem Schiff machen müssen", erzählt Hoteldirektor Raimund H. Gschaider.

Die "Oasis of the Seas" wirkt weniger groß, als sie ist. Die Architekten haben es geschafft, das Schiff trotz seiner 18 Decks elegant und im Innenbereich fast transparent aussehen zu lassen. Was auch dem großzügigen Einsatz von Glas zu verdanken ist. So haben sie das Hauptrestaurant - in dem mehr als 2000 Menschen auf einmal speisen können - so geschickt mit Ecken, Nischen und Trennwänden aufgeteilt, dass immer nur Teilbereiche einzusehen sind.

Das Schiff ist in sieben "Erlebniswelten" aufgeteilt, und es gibt 24 Restaurants. Davon wird abends sicher die "Rising Tide"-Bar ein Anziehungspunkt sein, auf der 50 Gäste mit Hilfe eines langsames Liftes beim Cocktail von der fünften Etage zum "Central Park" in die Höhe schweben können. Die Farbgebung ist zurückhaltend, es dominieren Creme, Beige, Seegrün und -blau, ein wenig Rost und Terrakotta. Nur die Kinder- und Jugendbereiche sind farbiger. Die 2706 Kabinen haben überwiegend Balkone - nach innen zu den Arkaden oder zum Meer.

Anfang November wird die "Oasis of the Seas" Turku verlassen und über die Azoren in Richtung ihres Heimathafens Port Everglades fahren. Während der zwölftägigen Reise soll laut Hoteldirektor Gschaider die Crew eingewiesen werden. Und in Florida folgen fünf Tage Restarbeiten - unter anderem kommen die Pflanzen an Bord, die seit 1,5 Jahren in ihren Töpfen auf diesen Tag vorbereitet werden.

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