Tiger Woods' Unfall bleibt ein Rätsel

Der Multi-Millionär verweigert bisher, sich den Behörden zu stellen. Der 33-Jährige betonte, es handle sich um eine Privatsache, und dabei solle es bleiben. Nun schießen die Gerüchte ins Kraut. "Woods schweigt und gleichzeitig verselbstständigen sich die Spekulationen", schrieb die "New York Times" schon am Samstag. "Tiger muss sich den Fragen stellen", titelte der "San Francisco Chronicle" seine Kolumne.

Der Weltranglistenerste war mit seinem Cadillac-Geländewagen in der Nähe seines Grundstücks von der Straße abgekommen: Das Auto streifte einen Hydranten und prallte kurz darauf gegen einen Baum. Es hatte 13 Stunden gedauert, bevor sein Management Entwarnung gab, dass der Superstar keine schweren oder gar lebensgefährlichen Verletzungen erlitten hat.

"Ich verstehe die Neugier, aber die vielen falschen, unbegründeten und bösartigen Gerüchte über meine Familie und mich sind unverantwortlich", schimpfte Woods. Mit Gesichtsverletzungen war er in ein Hospital gebracht worden. Zunächst hatten US-Medien berichtet, er sei bei dem Unfall schwer verletzt worden. Bei dem Aufprall, bei dem die Airbags nicht auslösten, zog sich der mit geschätzten 100 Millionen Dollar Jahressalär aus Werbeverträgen und Siegprämien teuerste Sportler weltweit Schnittwunden im Gesicht zu.

Woods wurde umgehend in die nächste Klinik gebracht, behandelt und wenige Stunden später "wieder in guter Verfassung entlassen", wie sein Sprecher und das Health Central Hospital von Ocoee in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt hatten. Die ersten Helfer waren in weniger als zwei Minuten am Unfallort eingetroffen. Zu dem Zeitpunkt habe Woods' Ehefrau den Golfprofi bereits aus dem Wagen gezogen. Um ihren halb bewusstlosen Mann zu befreien, habe sie die Rückscheibe mit einem Golfschläger eingeschlagen. Sie habe "mutig gehandelt, als sie sah, dass ich verletzt und in Gefahr war. Sie war die erste Person, die mir half. Alle anderen Angaben sind absolut falsch", erklärte Woods.

Nach ersten Untersuchungen der Polizei war kein Alkohol im Spiel, auch keine überhöhte Geschwindigkeit. Dass die Airbags nicht ausgelöst haben, könnte ein Indiz dafür gewesen sein, dass der Golfprofi keinesfalls zu schnell unterwegs war. Die Polizei sicherte am Unfallort Spuren für die Ermittlungen. "Ich bin nur ein Mensch und nicht perfekt. Ich werde sicherstellen, dass so etwas nicht mehr passiert", beteuerte Woods.

Der 33-Jährige ist die Golf-Werbe-Ikone schlechthin. Ohne ihn könnten nicht so viele TV-Gelder erlöst werden, wie sie weltweit ausgeschüttet werden, wenn der "Global Player" ein Turnier spielt. Der Tiger genießt weltweit ein hohes Ansehen; er hat Stiftungen auch zum Wohle von Kindern gegründet und in seiner einmaligen sportlichen Karriere bisher 82 Turniere gewonnen - inklusive der 14 Major-Titel.

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