Nina Hagen fand die DDR nicht nur bieder

Nina Hagen fand die DDR nicht nur bieder

Im Unterschied zur Bundesrepublik sei ein Großteil der Kleinkunst zwar in Privaträumen abgelaufen. "Aber wie im Westen gab es da Konzerte und Theater sowie Kabarett. Vielleicht werden ja bei den aktuellen Gedenkfeiern die falschen Leute gefragt, oder es hat ein Massenvergessen eingesetzt", sagte die gebürtige Ostberlinerin.

Hagen, die Mitte der 70-er Jahre in die Bundesrepublik übergesiedelt war, hob den großen Anteil hervor, den die Kirchen an der Wende in der DDR hatten. "Gegen die Menschen, die in Kirchen diskutierten und Pläne schmiedeten, kam die Staatsmacht nicht an." Der Glaube werde auch eine große Rolle in dem Buch spielen, das sie derzeit schreibe, sagte die Mutter von Schauspielerin Cosma Shiva Hagen. "Es geht um meinen Weg zu Gott, nachdem ich mich im August taufen ließ."

Nach dem rund zweistündigen Konzert in einem Moskauer Club verabschiedeten mehrere hundert Besucher die Musikerin mit großem Applaus. Besonders gut kamen Klassiker wie "Der Wind hat mir ein Lied erzählt" und "Riders on the Storm" sowie Hagens noch aus der DDR-Schulzeit stammende Russisch-Kenntnisse an.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum