Living Lache - der blutigste Musikclip Österreichs

Die Zeiten sind lange vorbei, als die österreichischen "Torpedo Twins" Hannes Rossacher und Rudi Dolezal (DoRo) mit Videos für Falco oder Queen Standards setzten. Irgendwann bekamen österreichische Bands kein Airplay mehr - und die Videoclip-Industrie lag brach. Mit Sendern wie Gotv und Okto sowie Internet-Plattformen wie YouTube hat sich das zwar gebessert, doch es wird noch Zeit brauchen, bis sich die Musikszene von dem Kahlschlag der 1990er-Jahre erholt hat. Bis dahin müssen die Bands entweder sehr viel Glück haben und bei einem der größeren Labels unterkommen - oder man wird selbst trotz geringen Budgets kreativ.

Living Lâche ist nun diesen anderen Weg gegangen - und das auf eine sehr eigenwillige Art und Weise. Mit ihrem Low-Fi-Irish-Folk-Punk ist die 2001 gegründete Gruppe rund um Sänger Toni Ammer alias Captain Anger schon mal alles andere als radiokonform. Und ihr neuester Videoclip zu ihrem Song "It Was So Mad That I Believed" ist auch nicht unbedingt das, was unzensiert auf Sendern wie Viva laufen würde. Während Captain Anger von einer tragisch-unerfüllten Liebe in ländlicher Idylle singt, bricht um ihn herum die Zombie-Apokalypse aus. Das Ganze wird mit übertriebenen Gesten und einem Augenzwinkern gespielt. Obwohl literweise Blut spritzt, werden all zu grausliche Details größtenteils ausgespart. In Szene gesetzt wurde das Ganze von Regisseur Lukas Zach und Kameramann Thomas Weilguny mit der kostengünstigen Unterstützung des Wiener Film-Vereins Pellicula. Laut einer groben Schätzung der Filmemacher belaufen sich die Kosten auf nicht einmal 1.000 Euro - Arbeitszeit der freiwilligen Helfer nicht mitgerechnet.

Der Clip ist auf Internet-Portalen wie YouTube.com oder Vimeo.com zu finden.

INFO: http://livinglache.tk-net.org/ - Video unter http://www.youtube.com/watch?v=3YPTXQQGZEc oder http://www.vimeo.com/7309034

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