Hollywood in Salzburg: Dreharbeiten verlängert

Regisseur James Mangold hat noch einen "Nachtdreh" bis in die Morgenstunden des Donnerstag hinein bei der Staatsbrücke in Richtung "Platzl" und Linzergasse angesetzt. Ab Sonntag werden in diesem Bereich die Kameras laufen. Es sollen auch Aufnahmen auf der "Steinterrasse" des Hotels "Stein" gemacht werden.

"Die Dreharbeiten sollen Dienstag und Mittwoch stattfinden, das wurde mit uns so vereinbart", sagte Hoteldirektor Peter Sterlinger gegenüber der APA und betonte, man habe von der Dachterrasse "die beste Aussicht" auf die Altstadt. Gut möglich, dass sich dort das Filmpärchen in einer romantischen Szene näher kommt. Weil vermutlich auch am Dienstag ein Dreh mit einem Hubschrauber erfolgt, wird der Rudolfskai von 19.00 Uhr bis 23.00 Uhr blockiert sein. Die Polizei leitet den Verkehr um.

Im Festspielbezirk wird heute, Freitag, bereits zum zweiten Mal gedreht. Diesmal ist auch Cruise am Set. Der 47-jährige Schauspieler landete am Donnerstag in einem Privatjet in Salzburg und hat wie seine Filmpartnerin Diaz im Luxushotel Mönchstein eingecheckt. Schauplätze sind heute abermals das "Haus für Mozart", mehrere Dächer und der Toscaninihof. Ko-Star Peter Sarsgaard ist dem Pärchen hier dicht auf den Fersen.

"Gerade die Szenen auf den Dächern Salzburgs offenbaren einen wunderschönen Blick auf die Salzburger Altstadt, den Dom und die Festung Hohen Salzburg", geriet der Location Manager des Produzenten 20th Century Fox, "Mingo" Krusche, ins Schwärmen und streute Salzburg nach Unstimmigkeiten wegen der ständigen Änderungen von Drehorten Rosen: "Jeder und ganz besonders Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer hat uns in Salzburg herzlich willkommen geheißen. Die Unterstützung vor Ort ist außergewöhnlich und eine tolle Visitenkarte für Salzburg."

Obwohl von den Standortänderungen auch der Präsident der Österreichischen Hoteliersvereinigung, Gastronom Sepp Schellhorn, betroffen war - das Filmteam erteilte dem Betreiber des Restaurant "M32" auf dem Mönchsberg vorerst eine Absage -, vergrämt ist er offensichtlich nicht. Die Filmaufnahmen in Salzburg würden eine "enorme Werbewirksamkeit für das Tourismusland Salzburg" bedeuten, "alle Bundesländer blicken neidisch auf uns". Salzburg habe aus "The Sound of Music" und Mozart viel Kapital geschlagen, nun müsse man nach vorne blicken und in Wirtschaft und Marketing investieren. Die 300.000 Euro Filmförderung, die Stadt und Land Salzburg der Hollywoodproduktion zuschießen, würden durch die Gäste direkt wieder zurückkommen. Schon wenige Sekunden eines Werbespots vom Salzburger Land im ORF oder in einem deutschen Kanal "kosten 300.000 Euro", so Schellhorn.

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