Tribeca-Filmfestival in Doha ohne kreischende Fans

"Sind die aber süß", kommentierte Kingsley, der mit seiner jungen brasilianischen Ehefrau Daniela Barbosa de Carneiro angereist war, nach einer kurzen Plauderei mit einheimischen Studentinnen in schwarzen Gewändern. Freundliche Worte zur Begrüßung fand Regisseurin Mira Nair, deren Film "Amelia" über eine wagemutige Pilotin (Hilary Swank) zur Eröffnung des viertägigen Festivals gezeigt wurde: "Ich hoffe, dass ich eines Tages hier im Publikum sitzen und Filme aus Katar ansehen werde."

Tatsächlich legen die Organisatoren des Films großen Wert darauf, dass ihr Festival nicht als westlicher Kulturimport, sondern als Teil der arabischen Kultur wahrgenommen wurde. Dafür sorgten nicht nur die ägyptischen Filmstars, die in großer Zahl eingeladen waren, sondern auch junge Frauen mit schwarzen Gesichtsschleiern, die auf der Festivalbühne Folkloretänze darboten.

Das Doha Tribeca Film Festival ist ein Ableger des gleichnamigen New Yorker Festivals, das Robert de Niro und die Produzentin Jane Rosenthal 2001 unter dem Eindruck der Terroranschläge vom 11. September ins Leben gerufen hatten. Es ist bereits das dritte internationale Film-Festival am Golf, nach den Festivals von Dubai und Abu Dhabi, die allerdings im Gegensatz zu dem eher familiär-gemütlich wirkenden Festival in Doha mehr Wert auf Glamour und große Namen legen.

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