Sophia Loren spielt ihre eigene Mutter

Sophia Loren spielt ihre eigene Mutter

Die kämpferische Neapolitanerin, die in den Jahren des Zweiten Weltkriegs als ledige Mutter zwei Töchter erzogen hatte, war für den internationalen Erfolg Sophia Lorens entscheidend. "Mein Haus ist voller Spiegel" heißt die Serie, die nach dem Buch Scicolones genannt wurde und die RAI im kommenden Frühjahr sendet.

Die Rolle der jungen Sophia übernimmt die italienische Schauspielerin Margareth Made, die für ihren Auftritt im Film "Baaria" des Regisseurs Giuseppe Tornatore viel Beifall geerntet hat. Eine große Ähnlichkeit gibt es zwischen der 24-jährigen Sizilianerin mit den grünen Augen und Sophia Loren in ihren Jugendjahren.

In der Serie geht es um den schwierigen Karrierebeginn der in armen Verhältnissen im neapolitanischen Vorort Pozzuoli geborenen Diva. Die Erzählung entwickelt sich entlang der Jahre zwischen der Reise Sophia Lorens und ihrer Mutter von Neapel nach Rom, in der Hoffnung als Komparse in "Quo Vadis?" aufgenommen zu werden, und der Nacht im Jahr 1962, in der die Diva als erste Italienerin den Oscar für den Film "La Ciociara" erobert hatte.

Die 75-jährige Loren hat sich stark für die TV-Serie über ihre Mutter engagiert. "Ich wollte eine fantastische Person ehren und zeigen, zu wie viel Liebe, Einsatz, Güte und Opferbereitschaft meine Mutter in den Jahren des Krieges, der Armut, des Hungers und der Einsamkeit fähig war. Sie hat für eine kleine Familie aus Frauen, einer Mutter und zwei jungere Töchter, gekämpft, die zusammen vom Erfolg träumten", sagte die Diva.

Sophia Loren, die mit dem Regisseur Rob Marshall die Verfilmung des erfolgreichen Broadway-Musicals "Nine" gedreht hat, will bald nach Hollywood reisen, wo ihr Sohn Edoardo Ponti die Komödie "Coming and Going" drehen wird. Darin wird Loren eine Rolle spielen. Nach Italien will die in Genf lebende Schauspielerin indes nicht mehr zurückkehren. "Hier habe ich Wunden erlitten, die ich nicht vergessen kann. In meinem Haus in Genf fühle ich mich sicher, ruhig und nie einsam. Ich habe mein ganzes Leben lang gearbeitet und werde es weiterhin tun. In der Ruhe meines Hauses erlebe ich alles Wunderbare wieder, das mir im Leben passiert ist", so Loren.

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