Ethan Hawke wird 39

Als seine Ehe mit Schauspielkollegin Uma Thurman vor fünf Jahren geschieden wurde, litt Hawke lange Zeit unter der Trennung. "Mich überkommt unendliche Traurigkeit, wenn ich sie nur in einer Zeitschrift sehe (...) Ich hätte nie gedacht, dass unser gemeinsamer Traum platzt", sagte er einst der Zeitschrift "Woman".

Beim Dreh zu dem Science-Fiction-Thriller "Gattaca" (1997) hatte der Jungschauspieler Uma Thurman kennengelernt. Die beiden heirateten 1998 und bekamen kurz darauf eine Tochter. Ein Jahr nach der Geburt seines Sohnes 2002 trennten sich die Filmstars. Im Juni heiratete Hawke schließlich das ehemalige Kindermädchen Ryan Shawhughes, einen Monat später kam die gemeinsame Tochter auf die Welt.

Ethan Hawkes Eltern ließen sich scheiden, als ihr einziger Sohn drei Jahre alt war. Nachdem seine Mutter mit ihm seine Heimatstadt Austin in Texas verlassen hatte, begann eine unruhige Zeit für ihn. Die Mutter heiratete ein zweites Mal und die Familie ließ sich in Princeton nieder.Das schauspielbegeisterte Kind bekam schon im Alter von 14 Jahren seine erste Spielfilmrolle in "Explorers" und nahm Unterricht bei der British Theatre Association. 1989, Hawke hatte gerade erst sein Studium an der New York University aufgenommen, wurde der junge Mime für die Rolle des zurückgezogenen Todd Anderson im Internatsdrama "Der Club der toten Dichter" ausgewählt. Der Film wurde vom Publikum begeistert aufgenommen und Ethan Hawke als neuer Star gefeiert.

Der Rolle des Einzelgängers blieb er in Produktionen wie "Reality Bites - Voll das Leben" (1994) und der Charles-Dickens-Verfilmung "Große Erwartungen" (1998) treu. Neben seiner Filmarbeit gründete er die New Yorker Malaparte Theater Company, die neue Theaterstücke junger Autoren aufführt. Außerdem veröffentlichte er 1996 sein literarisches Debüt "Hin und weg", eine Liebesgeschichte um einen jungen Schauspieler in New York. Fast zehn Jahre später verfilmte der Autor den zum Teil autobiografischen Roman, der überraschend zum Bestseller wurde.

Obwohl Ethan Hawke, der nicht gern auf Rollenangebote wartet, immer wieder sein künstlerisches Fach wechselt, kassiert er stets Lob. 2001 bekam er für seine Rolle des unerfahrenen Cops in dem im Drogenmilieu spielenden Thriller "Training Day" eine Oscar Nominierung als "Bester Nebendarsteller".

2002 veröffentlichte er einen weiteren Roman, "Aschermittwoch", und gab mit "Chelsea Walls" sein Regiedebüt. Auf der Bühne des New Yorker Lincoln Centers begeisterte er als Hotspur in Shakespeares "Henry IV." Im Mai 2009 brillierte der Schauspieler unter der Regie von Sam Mendes bei den Ruhrfestspielen in Shakespeares Komödie "Wintermärchen" und Tschechows Drama "Der Kirschgarten".

In der Romanze "Before Sunset" übernahm er 2004 nicht nur den tragenden Part neben Julie Delpy, sondern beteiligte sich auch am Drehbuch, wofür er wieder eine Oscar-Nominierung erhielt. Die Fortsetzung von "Before Sunrise" (1995) wurde zum Publikumliebling der Berlinale, denn ergreifend ließ US-Regisseur Richard Linklater seine Hauptfiguren neun Jahre nach ihrer ersten Begegnung noch einmal unvergessliche Stunden miteinander verbringen.

Zu Hawkes aktuellen Projekten gehört eine Neuverfilmung des Literaturklassikers "Moby Dick". In dem rund 18 Millionen Euro teuren TV-Abenteuerfilm spielt er an der Seite von Oscar-Preisträger William Hurt den 1. Offizier Starbuck.

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