Parkettlegen leicht gemacht

Parkettlegen leicht gemacht

"Als allererstes muss sich ein Heimwerker mit den Materialien auseinandersetzen. Denn nicht jedes Parkett und jede Verlegeart ist heimwerkertauglich", sagt Bastian Herzig vom Verband der Deutschen Parkettindustrie. Bei konventionellem Parkett werden unbehandelte, massive Hölzer auf dem Untergrund verklebt und anschließend abgeschliffen und versiegelt. Das sei ganz klar eine Arbeit für den Profi.

Neben klassischem Massivparkett wird auch Mehrschichtparkett - auch Fertigparkett genannt - angeboten. "Dieses bereits oberflächenversiegelte Parkett kann von geschickten Laien verarbeitet werden", erklärt Herzig. Das gelte allerdings nur für Fertigelemente, die nicht mit dem Untergrund verklebt werden. Bei der sogenannten schwimmenden Verlegung werden diese Elemente mit Weißleim zu einer Platte verklebt. Die Bodenplatte ist also nicht mit dem Untergrund verklebt.

"Noch einfacher - und damit besser für Heimwerker geeignet - ist das Verarbeiten von Fertigparketten mit sogenannten Klick-Systemen", sagt Herzig. Denn bei Parkett mit Klick-System sind die Kanten speziell gefräst. Nut (Einkerbung) und Feder (Holzvorsprung) greifen ineinander und lassen sich ohne Zugabe von Leim miteinander verzahnen. Der Vorteil dieser Technik ist, dass kein Leim die Oberfläche verschmutzen kann.

Parkett mit Nut- und Federsystem kann auf fast jedem Boden verlegt werden. "Ausgenommen ist ein hochfloriger Teppich, den man entfernen muss", erklärt Michael Koswig von der Stiftung Warentest in Berlin. Der Untergrund muss eben, sauber und tragfähig sein. Zwischen Boden und Parkett sollte auf eine Trittschalldämmung geachtet werden. Gegebenenfalls muss auch noch eine Folie gegen Feuchtigkeit zwischengefügt werden. "Die Trittschalldämmung ist wichtig , weil das Holz sonst bei jedem Schritt je nach Untergrund knirscht und klackt und den Trittschall durch den Boden in die Zimmer darunter leitet", sagt Koswig. Bei einigen Herstellern sei die Trittschalldämmung bereits an der Paneele angebracht.

Die Richtung, in der die einzelnen Paneele verlegt werden, richtet sich nach dem Lichteinfall, der Raumgröße und dem persönlichen Geschmack. "Am besten macht man sich vor Beginn einen Plan, wie die Reihen verlegt werden sollen", rät Holger Warge von der DIY-Academy in Köln. Das erste Element werde mit der Nut zur Wand angelegt. Dabei sei es wichtig, Abstände von 10 bis 15 Millimetern zu jeder Wand einzuplanen. Denn Holz arbeitet abhängig von klimatischen Bedingungen. Ohne Bewegungsfuge - die nach dem Verlegen durch Fußleisten abgedeckt wird - stehe der Boden unter Spannung und könnte brechen. Auch die Übergänge an Türen und die Aussparungen für Heizungsrohre müssen eingeplant werden.

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