Gitarrenvirtuose Johnny Winter im Gasometer

Die Jahre sind nicht spurlos an dem 65-jährigen Musiker vorübergegangen. Winter springt nicht mehr verzückt über die Bühne und er sinkt bei seinen Konzerten nicht mehr vor begeisterten Fans auf die Knie. Er ist gesundheitlich so angegriffen, dass er während seiner Konzerte meist auf einem Stuhl sitzt. Sein Gitarrenspiel und der heisere, krächzende Gesang haben jedoch nichts von ihrer Intensität eingebüßt. Der Albino, der mit vollständigem Namen John Dawson Winter III heißt, ist seit mehr als 40 Jahren im Geschäft und einer der wenigen weißen Musiker, die in der Ehrengalerie der Blues Hall of Fame vertreten sind.

Der Sohn eines Baumwollplantagen-Besitzers hatte als Fünfjähriger Klarinette gespielt und über die Ukulele zur Gitarre gefunden. Mit dem drei Jahre jüngeren Bruder Edgar gründete er seine ersten Teenager-Bands. 1969 erhielt Winter seinen ersten hoch dotierten Vertrag und trat beim berühmten Woodstock-Festival auf. Allerdings enttäuschte er die Hoffnungen der Rock-Fans auf einen "neuen Hendrix", denn er fühlte sich eher einem erdigen Blues verbunden. Schon bald musste er zur Behandlung einer Heroinsucht eine längere Auszeit nehmen. Mit der LP "Still Alive And Well" (Noch am Leben und gut drauf) feierte Winter 1973 ein erfolgreiches Comeback. Bis heute veröffentlichte er mehr als zwei Dutzend LPs und CDs, von denen drei für die Grammy-Musikpreise nominiert wurden.

INFO: Johnny Winter, Konzert. 14. November 2009, 20.00 Uhr, Gasometer/BA-Halle, Guglgasse 8, 1110 Wien. Weitere Informationen unter www.ba-halle.at. Künstler-Site: www.johnnywinter.net

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