„Gemeinsam schaffen wir alles

Aktion Weihnachtsherz

„Gemeinsam schaffen wir alles"

Wenn man Damian und seine Familie  zu Hause im Burgenland besucht, ahnt man auf den ersten Blick nicht, welch schweres Schicksal hier gerade ertragen werden muss. Die Familie hat im Sommer dieses Jahres ihr neues Traumhaus bezogen. Schwester Helena (2) sollte im April in den Kindergarten kommen und Mutter Alma ist gerade mit dem dritten Kind schwanger. Im Februar wird der Zuwachs erwartet. Eine Familie, wie man sie sich im Bilderbuch vorstellt. Doch blickt man hinter die Kulissen, wird schnell klar – die junge Familie muss momentan ein hartes Schicksal ertragen. Denn ihr ältester Sohn, der fünfjährige Damian, kämpft tapfer gegen Leukämie und befindet sich derzeit im ersten Block seiner Chemotherapie. Der Talk mit Damians Eltern, die momentan eine schwere Zeit als Familie durchleben. 

Im Oktober bekam Ihr Sohn Damian die Diagnose Leukämie. Wie kam es dazu?
Alma (Damians Mutter): Es kam sehr überraschend. Damian hatte Fieber, nichts Schlimmes. Am zweiten Tag, als er fiebrig war, hatte der Kinderarzt leider geschlossen. Seine Schwester hatte zusätzlich ein geschwollenes Auge, also habe ich beschlossen, die beiden einzupacken und ins Spital zu fahren. Ich dachte, wir bekommen für beide die richtigen Medikamente und die Sache ist erledigt. Als Damian im Spital kontrolliert wurde, dachte man kurz, dass er vielleicht Probleme mit dem Blinddarm hätte. Dann wurde Blut abgenommen ... In der Zwischenzeit kam mein Mann dazu, weil die Situation immer komplizierter wurde. Als die Ärzte das Blutbild hatten, teilten sie uns mit, dass der Verdacht auf Leukämie besteht. Wir sind dann sofort ins St. Anna Kinderspital gefahren und der Verdacht hat sich leider bestätigt. 

Damian ist 5 Jahre alt. Inwiefern versteht er, dass er Leukämie hat?
Svetozar (Damians Vater): 
Er versteht alles. Er ist sehr tapfer und macht das auf seine Art. Seine Tabletten sind seine Superhelden. Eine Tablette ist Spiderman, eine X-Men und so weiter. Er sagt: „Die schlucke ich jetzt und die machen alle fertig.“ Und das St. Anna ist ein Superhelden-Haus. Er macht sich das in seiner Welt aus. 

Momentan ist er zu Hause ...
Alma: 
Die Therapie ist in drei Blöcke aufgeteilt. Jetzt gerade befindet sich Damian im ersten Block. Aktuell muss er eine Pause machen, weil die Blutwerte nicht gut waren.  Man sagt, Tag 78 ist entscheidend. Daraufhin müssen wir jetzt arbeiten. 

Wie bekommt er die Chemotherapie?
Svetozar: 
Als Tabletten, Infusion und Spritze. 

Wenn er im Spital ist, muss ein Elternteil immer bei ihm sein. Wie teilen Sie sich auf?
Alma:
 In der stationären Zeit waren wir tagsüber immer alle bei ihm. Nachts hat mein Mann immer bei Damian übernachtet. Unsere kleine Tochter ist durch Damians Erkrankung sehr anhänglich geworden und will immer bei mir sein. Sie merkt natürlich, dass etwas nicht stimmt. 

Ihrer Arbeit können Sie weiter nachgehen?
Svetozar:
 Ich habe Glück. Ich arbeite in einem großen Autohaus als Verkäufer.  Als wir die Diagnose bekommen haben, hatte ich ein Gespräch mit unserem Geschäftsführer. Er meinte, ich soll mir die Zeit nehmen, die es braucht. Die Firma steht hinter mir.  Außerdem hatte ich viel Rest-Urlaub, den habe ich aufgebraucht.

Alma: Mein Glück ist, dass ich noch in Karenz mit Helena bin. Das ist momentan eine Stütze. Ich wüsste nicht, wie es funktionieren würde, wenn ich auch noch arbeiten müsste. 

Wie gehen Sie beide als Paar mit Damians Diagnose um?
Svetozar: 
Wir gehen unterschiedlich mit der Diagnose um. Meine Frau tauscht sich viel mit anderen betroffenen Müttern aus.  Das hilft ihr. Ich tue mir da schwer. Ich mache mir das eher mit mir selbst aus. Aber so ergänzen wir uns. 

Wie geht es Damian psychisch?
Alma:
 Es ist für uns alle keine leichte Situation. Damian ist sehr tapfer. Es gehen ihm schön langsam die Haare aus. Aber solange er sie noch hat, hilft es ihm. Wenn wir im Spital sind und er sieht die anderen Kinder mit Glatze, merke ich, dass es ihn traurig macht. 

Damian ist fünf Jahre alt und geht momentan nicht in den Kindergarten ...
Svetozar:
 Der Plan ist, dass er im September in die Schule kommt. Die Ärzte sind optimistisch, dass das geht. Das ist unser Ziel! 

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