Sonja Klima im MADONNA-Interview

Charity-Lady

Sonja Klima im MADONNA-Interview

Ein Feuerwerk der Emotionen“, versprach Sonja Klima (54) für ihre nunmehr siebte Ronald McDonald Kinderhilfe-Gala. Am vergangenen Freitag lud die Präsidentin des Charity-Vereins Prominente zum Spektakel mit Herz in die Messe Wien ein. Sogar Superstar Nena hatte sich angesagt.

Nähe hilft heilen. Doch abseits von Glanz, Glamour und prominenten Namen zählt für die Ex-Frau von Altkanzler Viktor Klima nur eines: „Dass wir möglichst viele Spenden zusammenbekommen, denn wir haben noch so vieles vor“, erklärt sie beim MADONNA-Besuch ihrer derzeit größten Baustelle – in der Borschkegasse 8 im
9. Wiener Bezirk, wo die Ronald McDonald Kinderhilfe im Frühjahr ihr bereits zweites Haus in der Bundeshauptstadt eröffnet. Wie in allen Kinderhilfe-Häusern österreichweit wird hier Familien schwer kranker Kinder die Möglichkeit geboten, während der Therapie der Kleinen ganz in der Nähe des Krankenhauses zu wohnen (Infos: naehehilftheilen.at). Umso perfekter die Lage der neuen karitativen Einrichtung zwischen St. Anna Kinderspital und Wiener AKH. Wie sie zu dem Grundstück kam und was tagtäglich ihr Herz erfüllt, erzählt Sonja Klima im MADONNA-Interview.

Frau Klima, wir stehen inmitten der Baustelle des zweiten Wiener Kinderhilfe-Hauses. Ab Frühjahr können hier – ganz in der Nähe des AKH und des St. Anna Kinderspitals – betroffene Familien wohnen. Was empfinden Sie, wenn Sie hier durchgehen?
Sonja Klima:
Unglaubliche Freude, dass uns das Projekt gelungen ist und dass wir ab dem Frühjahr noch mehr Familien helfen können. Und auch ein bisschen Stolz darüber, was wir in den letzten sieben Jahren alles auf die Beine stellen konnten.

Es gibt ja hier um die Ecke das Haus 1 – warum war ein zweites nötig?
Klima
: Also das Haus 1 gegenüber dem St. Anna Kinderspital ist eigentlich immer voll und wir mussten schon viele Familien wegschicken. Das tut einem dann im Herzen weh, weil die Nähe zum Spital einfach so wichtig ist für die Kinder und die Familien. Wir haben zwar Kooperationen mit Hotels, die uns auch unterstützen. Aber  in einer richtigen Wohnung mit einer gewissen Privatsphäre und adäquater Betreuung zu wohnen, ist einfach etwas anderes. Das können wir dann in diesen 17 neuen Appartements anbieten. Schauen Sie, wie schön das wird – jedes Appartement geht hinaus ins Grüne (zeigt uns den Blick in einen herrlichen Garten).

Das Haus hat die perfekte Lage, gleich neben dem AKH. War das Zufall?
Klima:
Wir haben uns lange in der Gegend nach etwas Passendem umgesehen – und dieses Grundstück mit einem ganz alten Haus darauf gefunden. Hier hat kaum jemand mehr gewohnt – das war wirklich wie ein Geschenk des Himmels. Dank der Unterstützung von so vielen Seiten und unserer Sponsoren konnten wir recht schnell anfangen zu  bauen.

Wie viel kostet dieses Projekt?
Klima:
Wir rechnen mit rund 4 Millionen Euro, wobei ein Teil durch bereits eingenommene Spenden finanziert ist, die Hälfte müssen wir ja vorfinanzieren. Aber wir brauchen natürlich noch viel Geld, da wir ja in Salzburg auch ein Grundstück direkt neben der Neonatologie bekommen haben und auch dort ein Haus – mit 20 Appartements – errichten. Und weitere Häuser sind auch in Innsbruck und Salzburg in Planung. Wir haben also viel vor.

Sie sind seit 2010 Präsidentin der Ronald McDonald Kinderhilfe. Man hätte meinen können, Sie geben dafür nur Ihren Namen her...
Klima:
Ja, aber das stimmt tatsächlich überhaupt nicht. Man gibt schon auch den Namen her, aber in Wirklichkeit mache ich alles – zusammen mit einem wunderbaren Team. Wie hier auf der Baustelle: Da bin ich bei jeder Entscheidung dabei. Welche Fenster, wie die Fassade aussehen soll … und die Vorbereitungen für die Gala waren natürlich auch nicht ohne.


Wie viel Schlaf hatten Sie in letzter Zeit?
Klima:
Ich schlafe immer nur etwa 4 bis 5 Stunden.  Ich bin ein Kurzschläfer. Aber in letzter Zeit war es dann doch etwas wenig.  


Was gibt Ihnen Kraft, wie entspannen Sie?
Klima:
Mein Zuhause ist meine Erholungsoase. Da habe ich meine Tiere und die Natur vor der Haustür. Das gibt mir unglaublich viel Kraft.


Wie viele Tiere haben Sie?
Klima:
Zehn Pferde, zwei Hunde und noch viele andere kleine Tiere. Das ist auch Arbeit, aber positiver Stress. Das erwärmt das Herz, genauso wie wenn ich in unsere Häuser gehe und sehe, wie die Familien dort glücklich leben. Da sieht man schon, dass es wirklich etwas bringt, seiner Sache konsequent nachzugehen. Am Anfang, als ich begonnen habe, stand ich da und dachte mir: „Was mache ich jetzt, wo beginne ich?!“ Und heute stehen wir hier. Unglaublich.


Ihre Arbeit hält einen wohl auch am Boden.
Klima:
Meine Arbeit hat mich immer schon geerdet – auch damals als Kanzlergattin, als ich als Lehrerin und Sonderpädagogin gearbeitet habe. Dort siehst du, was echte Probleme sind.


Stichwort Kanzler: Was sagen Sie zur Nationalratswahl?
Klima:
Es ist für mich erschreckend, was da passiert ist – nämlich vor allem mit der SPÖ. Dieses ganze Dirty Campaigning – schrecklich. Das hat es unter Klima nicht gegeben, da bin ich mir sicher. Und das ­sage ich trotz aller Kränkungen, die mir durch ihn widerfahren sind.


Sie leben seit Jahren in einer Beziehung (mit Art-for-Art-Direktor Josef Kirchberger, Anm.). Können Sie Viktor Klima dennoch nicht verzeihen?
Klima:
Verzeihen kann man immer – aber vergessen nie.
 

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