Der Mut der Ministerin

Sabine Oberhauser

Der Mut der Ministerin

Die Diagnose Krebs ist ein Schock und lebensverändernd. Aber Krebs ist dank moderner Medizin und stetig neuer Forschungsergebnisse heilbar. Und Krebs darf kein Tabu mehr sein! Deshalb ist die Haltung, die Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (51) öffentlich demonstriert, vorbildlich, mutig, wegweisend. Der sympathischen Polit-Lady wurde die Diagnose Unterleibskrebs gestellt. Ein Schock! Doch statt sich zurückzuziehen und im Privaten die strapaziöse Chemotherapie durchzustehen, hat sich die toughe Ministerin entschieden, ihren Krebskampf der Öffentlichkeit mitzuweilen. Ihre Aussage: Ich lasse mir die Freude am Leben nicht nehmen. Ich kämpfe! Eine wichtige Botschaft an alle Betroffenen.

Vorbild.
Am Dienstag vergangener Woche erschien die studierte Medizinerin mit kahlrasiertem Kopf zum Ministerrat. Denn wenige Tage zuvor hatte der Haarausfall – Nebenwirkung der Chemotherapie, die Sabine Oberhauser bekommt – eingesetzt. Sie sagt: „Das war deprimierend – grauslich. Ich habe mich ausgeliefert gefühlt. Mit dem Selber-Hand-Anlegen und Haare-Abrasieren habe ich wieder Herrschaft über mein Aussehen gewonnen“, teilt die Gesundheitsministerin via Facebook mit. Inspiriert sei die Aktion von der Kultserie Sex and the City gewesen. „Ich hatte von Anfang an die Szene im Kopf, wo Samantha sich auf einer Veranstaltung als Rednerin schwitzend und schimpfend die Perücke vom Kopf reißt – und viele Frauen aus dem Auditorium es ihr nachmachen.“ Eine wichtige Botschaft an alle Frauen, die Ähnliches erleiden und ihre Glatze verstecken. Dass die zweifache Mutter trotz der Schockdiagnose ihren Lebensmut und vor allem ihren lebenswichtigen Humor nicht verloren hat, belegt folgendes Zitat: „Ich habe alle Frisuren dieser Welt schon gehabt – schulterlangen Afrolook, 18 mm kurz und jetzt ist es halt wieder eine andere Frisur.“

 

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Ängste und Hoffnung.

Die Entscheidung von Sabine Oberhauser, von Beginn an offen und transparent über ihre Krankheit zu berichten, ist wegweisend. Nur kurz bevor sie im Spital mit der folgenschweren Diagnose konfrontiert wurde, hat die herzliche Wienerin via Facebook ihre Ängste mitgeteilt. „Tag drei in meinem Wirrwarr der Gefühle beginnt. Felix (Anmerkung: Hund der Ministerin) und die Morgenstunden mit ihm fehlen mir.“ Wenige Wochen später postete sie abermals: diesmal Fotos von sich, Hund Felix und Ehemann beim morgendlichen Spaziergang. Wesentliche Botschaft: Das Leben geht weiter. Oberhauser: „Ich wollte immer Herrin meiner Diagnose sein.“  

Verantwortung.
Und die Gesundheitsministerin möchte trotz der Strapazen und Nebenwirkungen der Chemotherapie weiterhin ihren Verpflichtungen nachkommen. „Ich fühle mich ein bisschen müde, aber den Umständen entsprechend gut“, teilt sie nach der ersten Therapie mit. „Aber ich habe das ärztliche Go, ganz normal weiterzuarbeiten.“ Dankbarer Zusatz: „Ich kann weiterarbeiten, weil ich in einer sehr privilegierten Situation bin. Denn ich kann mir meinen Arbeitsalltag selbst einteilen, und habe keinen Nine-to-Five-Job.“ Aber: „Ich will auf keinen Fall Druck auf andere Menschen ausüben, trotz Krankheit zu arbeiten.“

Lebensmut.
Ihr Facebook-Profilbild hat die Ministerin seit letzter Woche geändert: Es zeigt sie mit strahlendem Lächeln und Glatze. Innerhalb von nur vier Stunden bekam sie dafür 1.500 Likes. Die Community, die hinter Oberhauser steht, ihr Kraft, Mut und viel Energie wünscht, ist groß. Respekt das Wort, das man ihr entgegenbringt. Don’t worry, be happy Oberhausers aktueller Lieblingssong.
Am Freitag hat für Sabine Oberhauser die zweite Chemotherapie begonnen. Davor postete sie noch ihren obligaten Wetterbericht vom Morgenspaziergang mit Hund Felix. Bleibt nur, an dieser Stelle weiterhin sehr viel Kraft zu wünschen. Sabine Oberhauser ist ein großes Vorbild und kämpft einen beispiellosen Kampf.
Gewinnen – das ist das Ziel.
Gesund werden.

 

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