28. April 2010 11:09
Die Kunst der erotischen Entkleidung
Vergangenes Wochenende wurde der Geburtstag von F. gefeiert.
Es war ein
Runder und weil Männer immer eitler werden, werde ich hier auch nicht
erwähnen, wie alt er geworden ist. Jedenfalls alt genug.
Alt genug
für das Hauptgeschenk. Sie werden schon ahnen, was ihm seine Kumpanen
geschenkt haben.
Es war allerdings nicht nur ein Geschenk von Männern,
nein, auch viele Frauen haben sich beteiligt.
Eine Stripperin.
Sie war sehr hübsch, war einfach und stilvoll
gekleidet und angezogen ist sie auf diesem Fest nicht weiter aufgefallen.
Erst
als die weiß-gelbe Python um ihren schlanken Hals baumelte und die Musik
sich drastisch von Drum-Beats zum lasziven Soulrhythmus veränderte, wussten
wir was nun kommen wird:
Ein Striptease.
Kaum ein Junggesellenabschied kommt ohne ihn
aus, sogar auf Betriebsfeiern muss man nicht mehr überrascht sein und auch
Bräute erfreuen sich an knackigen Polizisten, die sie erst streng
kontrollieren, damit die Braut dann ihre Kontrolle verliert.
Gesprächsstoff
„Toll, wie die das gemacht hat!“, schallte
es trotz des wieder einsetzenden Drum-Spektakels durch den Raum. Die Männer
waren begeistert, ich und meine Freundinnen auch. „Warum sich nicht öfter
zuhause ausziehen,
also mit künstlerischer Erotik!?“, meinte M. Worauf
wir unisono zum Schluss kamen: Wir können das nicht!
Worum geht es dabei?
Das Zusammenspiel aus erotischem Versprechen
und Verzögerung, von lasziven Bewegungen und raffinierter Verführung,
das ist es, was den Reiz eines Strip ausmacht. Stripperinnen spielen mit
ihren Reizen, sie setzen sie gewollt und pointiert ein und erheben das
Ausziehen zur Kunstform. Am besten Sie legen sich ein kleine, nicht zu
schwierige Choreografie zurecht. Helfen Sie sich mit einem Stuhl oder einem
Objekt, auf das Sie ein Bein stellen können, sich hinlegen, aber auch wieder
elegant aufstehen können. Suchen Sie Musik aus, die Sie richtig heiß macht.
Gut wäre es, wenn Sie mit Publikum proben könnten.
Die
beste Freundin kann was von Ihnen lernen und wird sicher Zeit haben. Am Tag
der Premiere „teasen“ Sie ihn bereits tagsüber mit einem SMS: Schatz, heute
Abend gibt’s eine Überraschung!“ (Schreiben Sie etwas Erotisches dazu, sonst
glaubt er, er bekommt eine neue Bohrmaschine) Wichtig ist die Atmosphäre
davor:
Ein Drink, klassische Beleuchtung und schon ein wenig an
netter Musik würden ihm sicher guttun, um in Stimmung zu kommen.
Fachfrau
Die Fachfrau war überaus sympathisch und gab uns
Hoffnung, es erlernen zu können. Sie erklärte: Alle können es lernen,
außerdem verbrennt man auch Kalorien dabei (Juhu)
Die 5 wichtigsten Tipps und Regeln aus erster Hand finden Sie auf der
nächsten Seite!
Die 5 Goldenen Regeln des Strippens
1. Der Zeitpunkt: Wenn Sie denken heute passt es nicht, dann passt es
nicht. Obwohl Sie sich darauf vorbereitet haben und Kerzen schon „habt Acht“
stehen, um entzündet zu werden – lassen Sie es. Wenn es Ihnen nicht gut tut,
dann eben ein anderes Mal. Nach einem sehr stressigen Tag, von dem er
abgehetzt nach Hause kommt und noch den Chef im Kopf hat, sollten Sie Zeit
vergehen lassen oder ganz verschieben. So kann Ihr so sorgfältig
vorbereiteter Strip gar nicht seine erhoffte Wirkung entfalten.
2. Sorgen Sie für Sexy-Atmosphäre! So bringen Sie ihn viel
besser in Stimmung und fühlen sich auch selbst viel wohler und
begehrenswert.
3. Sie müssen sich selbst genießen. Schauen sie sich selbst
an, wie toll Sie in dieser neuen
Wäsche aussehen! Genießen Sie es, ihn zu verführen, ihn wahnsinnig
zu machen und ihn mit einer Bewegung, einem Blick zum Ausrasten zu bringen.
4. No Speed-No Break! Nicht zu schnell das Programm abspulen, es
entsteht sonst keine Spannung oder sie verfliegt wieder, weil alles zu lang
dauert. Seien Sie aufmerksam: Gefällt es ihm sehr, dann verlangsamen Sie und
reizen Sie ihn weiter. Machen Sie aber keine Pause nach dem Motto: Wart mal,
ich muss was Trinken! = NOGO!
5. Schauen Sie nicht sexy . Schauen Sie nicht, wie Sie es bei
jemanden im TV gesehen haben. Setzen Sie ihren natürlichen Blick auf, wenn
Sie angetörnt sind, aber nie „extra sexy“ schauen. Das wirkt oft nicht
glaubwürdig. (TIPP: Schauen Sie mal einem Mann nach, der Ihnen
gefällt – wenn er sich auch umdreht, dann lächeln Sie: Der Blick ist immer
gut!) Wichtig ist es jedenfalls Ihrem Mann in die Augen zu schauen. Wo
schaut er hin? Sehen Sie den Sex in seinen Augen?
Er wird es Ihnen auf seine ganz eigene Weise danken und wir danken noch
immer der lieben Striptease-Künstlerin vom Geburtstagsfest !