21. März 2012 11:35

Verhalten 

Liebeskrankheiten unter der Lupe

Liebende führen sich zeitweilig auf wie Kranke - welche Liebeskrankheiten gibt es?

Liebeskrankheiten unter der Lupe
© Getty Images

Der Frühling ist da und viele Menschen werden von Gefühlen überfallen, die sich oft wie Krankheiten äußern. Wie erkenne oder entlarve ich Sie? Gibt es eine Medizin dagegen? Wir haben die "kranken" Verhaltensweisen von Liebenden unter die Lupe genommen.

Unheilbar
Jeder von und kennt es: plötzlich steht das Herz still, der Atem setzt aus, die Hände werden feucht. Dann setzt das Herzrasen ein, nein, keine Panickattacke, es ist Liebe auf den ersten Blick. Aber leider nicht therapierbar, auch Vorbeugung gibt es keine. Einfach nur genießen ist angesagt. Dummer ist es, wenn fettige Haare, Bierbäuche und Schweißgeruch übersehen und die schlechten Eigenschaften geliebt werden. Die rosa Brille oder das "Liebe macht Blind"-Syndrom äußern sich mit folgenden Symptomen: objektive Einschätzungen werden unmöglich, die Augen bekommen einen verklärten Ausdruck,  wenn der Betroffene von der geliebten Person spricht, als Zuhörer wird man häufig unterbrochen, kommt man einmal zum Reden. Auch das Urteilsvermögen lässt nach. Die Heilmethode: Abwarten, meist hält diese Phase nur 3 Monate an.

Quarantäne
Schlimm wird es, wenn sich Paare freiwillig in eine Blase zurückziehen, sich als Insel und Quell der Glückseeligkeit sehen und nicht mehr in der Öffentlichkeit anzutreffen sind. Gibt es doch einmal einen seltenen Ausgang, wird der Kontakt mit "Außenstehenden" vermieden, man klebt aneinander. Vorsichtiges Integrieren in die Gesellschaft mit sanftem Anklopfen bei alten Freunden ist unbedingt empfehlenswert, sollte es auf der Insel der Zweisamkeit zu eng werden. 

Wahnvorstellungen
Entgegen aller Vorstellungen ist, Gott sei Dank, noch nie jemand grün angelaufen vor Eifersucht. Jedoch treten extremes Zähneknirschen, gerötete Wangen, Wahnvorstellungen und geistiges Absinken auf Kindergartenniveau, als man um den Teddy streiten musste, auf. Befallen werden meist beide Geschlechter, im Verlauf der Ansteckung wird das Vokabular eingeschränkt auf  "Wo warst Du?", "Wo gehst Du hin?" und "Mit wem?", empfehlenswerte Therapie ist es die Besitzsucht vorsichtig zu dosieren, denn so ist sie nicht schädlich. Sollte die Krankheit ausarten, muss man das Weite suchen.

Persönlichkeitswandel
Ausgelöst durch neue Liebe findet Persönlichkeitswandel bei mindestens einem Teil in der Partnerschaft statt. Diese Mutation wird oft von Außenstehenden mit viel Verwunderung betrachtet. Nicht selten fallen Sätze wie "Sie ist nicht mehr die Alte", leider fällt das den Betroffen selbst nicht auf. Ist diese Veränderung durch die rosa Brille ausgelöst, kann sie wieder abklingen, manchmal ist sie aber fatal und bringt eine absolute Auslöschung der Ursprungspersönlichkeit mit sich. Diese ist leider unheilbar, betroffene Freunde sollten in diesem Fall das Weite suchen.

Beruhigend ist es zu wissen, dass kein Mensch vor keiner dieser Krankheiten gefeit ist, ein Wissen darüber hilft jedoch, das eigene Verhalten öfters zu reflektieren. In diesem Sinne: auf zum fröhlichen Verlieben!


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