Können Männer und Frauen „nur“ Freunde sein?

Studie

Können Männer und Frauen „nur“ Freunde sein?

Für die heimischen Singles ist es gar kein Hindernis, wenn der/die BFF (Best Friend Forever) vom anderen Geschlecht ist. Im Gegenteil: Mehr Singles (76 Prozent) als Personen in einer Partnerschaft (70 Prozent) sind von der platonischen Freundschaft zwischen Mann und Frau überzeugt. Vor allem Single-Frauen (82 Prozent) sind der Ansicht, dass das Geschlecht in Freundschaften keine Rolle spielt. Am wenigsten glauben liierte Männer (66 Prozent) an die Freundschaft zwischen den Geschlechtern.

Freundschaften mit dem anderen Geschlecht sind bereichernd

Das „Harry und Sally“-Prinzip stimmt heute nur mehr bedingt. Noch vor ein paar Jahren waren Männer, die platonische Freundschaften mit Frauen hatten, die Ausnahme. Heute haben sich die typischen Geschlechterrollen aufgelöst und man findet Freundschaften zwischen Mann und Frau häufiger. "Es kann auch durchaus bereichernd sein, weil Männer und Frauen nämlich unterschiedliche Ansprüche an Freundschaften haben: Männer schätzen eher die praktischen Seiten, während Frauen dagegen mehr Wert auf Vertrauen, emotionalen Austausch und Zusammengehörigkeit legen. Auf diese Weise bekommt man eine andere, neue Perspektive auf die unterschiedlichsten Dinge“, so Diplom-Psychologin Lisa Fischbach.

Spielregeln für eine Freundschaft zwischen Mann und Frau

Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Österreicher sagt klar und deutlich: eine Freundschaft zwischen Mann und Frau klappt nur, wenn von Anfang an keinerlei sexuelle Spannungen vorhanden sind. Für jeden Zweiten ist ein offenes Gespräch zu Beginn entscheidend für das Bestehen der Freundschaft. Besonders Frauen sehen diese beiden Spielregeln als entscheidend für den weiteren Verlauf der Freundschaft. Männer hingegen glauben, es genügt, wenn beide in einer Partnerschaft sind oder wenn sie zumindest körperlich auf Abstand bleiben.

Romantische Gefühle als größtes Hindernis

Romantische Gefühle sind der Dealbreaker Nummer eins, wenn es um die Freundschaft der beiden Geschlechter geht. Von jenen Befragten, die nicht an eine platonische Freundschaft zwischen den Geschlechtern glauben, tun dies die meisten (57 Prozent), weil sie davon ausgehen, dass früher oder später jedenfalls romantische Gefühle aufkommen. Besonders Single-Männer sind davon überzeugt. Für Frauen ist hingegen die Eifersucht des eigenen Partners der wahrscheinlichste Grund, dass die Freundschaft mit dem anderen Geschlecht in die Brüche geht.

Für die Studie im Auftrag der Online-Partneragentur ElitePartner wurden 1500 ÖsterreicherInnen im Alter von 18-69 Jahren befragt. Unter den Befragten befanden sich 440 Singles.

Will er mehr als nur Freundschaft? 1/9
Körperkontakt
Jedes Mal wenn sie sich zum Abschied umarmen, fühlt es sich an als würde er Sie nie mehr loslassen wollen. Er nutzt auch sonst jede Möglichkeit ihnen nahe zu kommen.
Date-Nights
Irgendwie schlägt er immer Freizeitaktivitäten vor, die ganz klar in die Kategorie `Pärchen´ fallen, wie Kino zu zweit oder ein Dinner beim romantischen Italiener. Er versucht Sie auch mit allen Mitteln für sich allein zu haben. Eine gemeinsame gute Freundin hat bei euren Treffen natürlich nichts verloren.
Spitznamen
Jemanden mit seinem Spitznamen im Handy eingespeichert zu haben oder ihn auch hin und wieder ans „Hey, wie geht’s“ bei Facebook oder Whatsapp anzuhängen ist ja noch okay. Aber sobald er Ihren speziellen Kosenamen auch in der Öffentlichkeit verwendet, sollte Ihre Alarmanlage losgehen.
Guten Morgen. Guten Abend.
Mit dem besten Freund ist man fast täglich in Kontakt und da ist es ganz normal sich nach einer langen Unterhaltung einen schönen Schlaf zu wünschen. Oder dem anderen mit einer lieben Nachricht einen guten Start in den Tag. Aber sobald diese Nachrichten zu seinem täglichen Ritual werden, denkt er offensichtlich etwas zu viel an Sie.
Insider
Selbst wenn sie in einer Gruppe sind, baut er andauernd Insider ein, die außer ihnen niemand versteht. Er beachtet zudem die anderen nicht wirklich. Es sind Störenfriede und mit seinem Verhalten markiert er sein Revier. Sie sind SEINE Freundin.
Andere Frauen
Sie erzählen ihm jeden Flirt und jede Bettgeschichte. Er wiederum scheint plötzlich keusch geworden zu sein oder vielleicht sogar heimlich das Ufer gewechselt zu haben. Auf Nachfrage, antwortet er, dass es einfach zurzeit keine Frau gibt, die ihn interessiert. Oder er erzählt Ihnen etwas offensichtlich Erfundenes.
Freundeskreis
Um noch mehr Zeit mit Ihnen verbringen zu können, würde er alles tun. Typische Mädelsabende oder Shoppingtouren wirken keines Falls abschreckend. Er will sich bei allem dabei sein.
Immer erreichbar
Egal ob Sie ihm um 1:00 Uhr nachts oder während dem Training schreiben – er antwortet sofort. Wegen einer Nichtigkeit würde er auch sofort alles liegen und stehen lassen und zu Ihnen eilen.
Eltern
Wenn sie schon Freunde seit Kindertagen sind, kennt er Ihre Eltern natürlich bereits. Insofern das nicht so ist, er aber plötzlich mit dem Wunsch danach auf Sie zukommt, sollte Ihnen es spätestens dann wie Schuppen von den Augen fallen: Der Typ steht auf Sie!

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