06. April 2010 14:45
Unternehmungen mit der Familie sind die liebste Freizeitbeschäftigung der
Österreicher. Sex steht erst auf Rang fünf. Als Erotikkiller erweist sich
dabei die Bildung, denn Menschen mit Hochschulabschluss haben deutlich
weniger Spaß am Sex als etwa Maturanten. Auch regional gibt es gewaltige
Unterschiede: So gehen zwei Drittel der Steirer gern "zur Sache",
in Oberösterreich hingegen ist es gerade jeder Fünfte, wie eine Studie des
Zentrums für Zukunftsforschung der Fachhochschule Salzburg zeigt, die am
Donnerstag vorgestellt wurde.
So viel Spaß haben Österreicher am Sex
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1. Steirer 68% 2. Tiroler 63% 3. Burgenländer 62% 4.
Wienern 61 % 5. Kärntnern 60% 6. Salzburger 43% 7.
Niederösterreicher 39% 8. Vorarlberger 36% 9.
Oberösterreicher 21%
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Zukunftsforscher Reinhold Popp schwächt aber etwas ab: "Je
tabuisierter ein Thema, desto größer ist die Gefahr, dass die Angaben nicht
immer stimmen." Außerdem sei gefragt worden, ob man Spaß daran habe,
und nicht, ob man es auch mache.
1.000 Österreicher wurden im Oktober/November 2009 über ihre Freude an 80
verschiedenen Freizeitaktivitäten gefragt, die besten 20 wurden dann
ausgewertet.
Die liebste Tätigkeiten der Österreicher
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1. Zeit mit der Familie 79% 2. Unternehmungen mit Freunden 78% 3.
Fernsehen 66% 4. Ins Restaurant gehen 57% 5. Sex 55% 6.
Faulenzen/Nichtstun 53% 7. Buch lesen 51% 8.
Gartenarbeit/Heimwerken 49% 9. Wellness 45% 10. Shopping 44%
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Nicht in die Top Ten geschafft haben es der Sport aktiv wie passiv,
Telefonieren oder das Internet. Auch hier gibt es große Unterschiede nach
Alter oder Geschlecht. Und auch ehrenamtliche Tätigkeiten bereiten wenig
Spaß, auch wenn sie gemacht werden.
Zum Lachen in den Keller
Ein generell sehr schlechtes Zeugnis
muss Popp ausgerechnet den Menschen im eigenen Bundesland ausstellen: "Dass
die Salzburger zum Lachen in den Keller gehen, ist nun wissenschaftlich so
zu sagen erwiesen. Denn an so gut wie alle Tätigkeiten gehen sie mit
deutlich weniger Spaß heran als das übrige Österreich. Ähnlich ist es auch
um die Vorarlberger bestellt. Popp vermutet, dass dies an der Bedeutung
konservativer, bürgerlicher Werte liegt. Wichtig sei Arbeit, Geld verdienen
und viel Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen.