31. August 2009 22:36

Glücklich und gesund 

Was wurde aus Olivia?

Die Geschichte der krebskranken Olivia Pilhar ging um die Welt. Jetzt bewarb sie sich beim Model-Contest und erzählt in MADONNA über ihre Zukunftspläne.

Was wurde aus Olivia?

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Mehr als 30 Grad im Schatten, laute Party-Sounds und mehr als 3.000 aufgeregte Maturanten in Feier-Laune mitten in Antalya. Und: Modechef Adi Weiss auf der Suche nach Kandidaten für den nächsten großen MADONNA-Model-Contest. Ein Mädchen sticht ihm sofort ins Auge: „Sie wirkte etwas schüchtern, aber das konnte ihrer einzigartigen Ausstrahlung nichts anhaben. Im Gegenteil – sie wirkte wie Kate Moss in ihren Anfängen.“ Der Model-Experte zögert keine Sekunde, als die 19-Jährige zum Casting kommt, und lädt sie prompt zum Shooting ein. Als die Redaktion kurz darauf die Anmeldeformulare auswertet, kann sie es kaum fassen: Auf einem Sheet steht da „Olivia Pilhar“ geschrieben.

Flucht in die Hoffnung: Ja, sie ist es. Jenes Mädchen, dessen furchtbare Krankheitsgeschichte vor inzwischen 13 Jahren um die Welt ging. Im Alter von nur fünf Jahren wurde bei der Niederösterreicherin ein sogenannter Wilms-Tumor, eine spezielle Art von Nierenkrebs, festgestellt – die Diagnose schockiert nicht nur ihre Eltern. Nachdem die Ärzte dem kleinen Mädchen eine Chemotherapie verordneten, begann jene erbitterte Flucht der Pilhars, die für Zündstoff in den Medien sorgte.

„Als wir in einer solchen Therapie stehende Kinder im Spital sahen, packte uns schieres Entsetzen“, begründen Olivias Eltern ihre Vorgehen heute auf ihrer Homepage. Bei dem umstrittenen Ryke Geerd Hamer und seiner „Germanischen Neuen Medizin“ sucht die Familie schließlich nach einem alternativen Ausweg. Als Erika und Helmut Pilhar das Sorgerecht entzogen wird, flüchten sie mit der Kleinen nach Spanien. Erst nach intensiven Verhandlungen kehren sie mit Olivia nach Österreich zurück, wo der inzwischen Sechsjährigen der mittlerweile mehrere Kilo schwere Tumor gegen den Willen der Eltern entfernt wird.

Geheilt
Szenen, an die sich das heute so glückliche und hübsche Mädchen ungern erinnert. „Ich will das alles hinter mir lassen“, erklärt sie im Gespräch mit MADONNA. Tatsächlich scheint die Zeit nicht nur ihre physischen, sondern auch ihre psychischen Narben ziemlich verheilt zu haben. „Es geht mir sehr gut – vor allem, weil ich meine Matura in der Modeschule erfolgreich abgeschlossen habe“, so das selbstbewusste Mädchen, das nach wie vor in Maiersdorf lebt, woher sie und ihre drei Geschwister (12, 17 und 20) stammen.

„Meine Mitschüler und auch meine Freunde kennen meine Geschichte“, erzählt Olivia Pilhar. „Sie alle stehen hinter mir.“ Ihre Schulfreundinnen waren es auch, die die 1, 74 Meter große Beauty überzeugten, beim MADONNA-Model-Contest mitzumachen. „Ich bin bei uns in der Modeschule schon einige Male auf dem Laufsteg gewesen“, so die Maturantin, die noch keine konkreten beruflichen Pläne hat. „Meine Freundinnen meinten, ich hätte doch so eine gute Figur. Ich soll es probieren.“

Zweifel an der Zwangs-OP
Gedanken an die Zwangsoperation, die ihr das Leben rettete, hat sie immer seltener. Aber wie kann man das alles verarbeiten? Wer hat sie dabei psychologisch unterstützt, fragen wir sie. „Eigentlich habe ich mich ganz allein damit auseinandergesetzt – und ein Tagebuch geschrieben. Das hat mir sehr geholfen“, antwortet Olivia, die trotz allem bezweifelt, dass die Zwangsoperation sinnvoll war. Warum, möchte sie nicht erklären: „Ich will nicht, dass die Diskussion wieder aufkommt und dass wieder schlecht geredet wird über uns.“ Eines Tages will sie aber vielleicht ihre Sicht der Dinge veröffentlichen. Jetzt hat Olivia Pilhar jedoch ausschließlich ihre Zukunft im Visier.

Und die könnte zweifelsohne in einer Karriere als Top-Model enden. „Ich mache mir keine großen Hoffnungen, aber schön wäre es natürlich schon“, schmunzelt die 19-Jährige bescheiden. Sie habe auch deshalb so lange gezögert, sich bei dem Bewerb anzumelden, weil „ich ja diese relativ große Narbe von der Operation habe“. Eine Narbe, die eine unglaubliche Geschichte erzählt. Und die zu ihr gehört wie ihr strahlendes Lächeln.




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2 Postings
sehe ich aber auch so (GAST) meint am 30.10.2013 10:24:01 ANTWORTEN >
Ich bin wahrlich kein Blau-Wähler, aber angesichts der steigenden Jugendkriminalität und der immer früher einsetzenden Pubertät bin ich auch für eine Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters. Es wäre ja schön, wenn die Eltern ihre Kinder selbst in die Schranken weisen würden. Die realität sieht leider heute anders aus.
@ Jagsch Wolgang (GAST) meint am 14.08.2012 11:53:52 ANTWORTEN >
Alter du bist ja komplett von VORGESTERN!!!
Ferien Abschaffen???
Starfmündigkeit ab 12???
NA DANN!!!
Ich meine wo leben wir denn???
Im 15.Jahrhundert???!!!Also wirklich!!!
Strache bzw. Blau oder gar Orange wählen und dann anderen sagen sie werden die Rechnung für IRGENDWAS präsentiert bekommen???
Na was denkst was die Rechnung fürs Strache wählen und Migranten diskriminieren ist???
Das dritte Reich...Das vierte Reich oder gar das fünfte???
Es wirst doch wohl nicht du KOMIKER(hoff ich zumindest für dich das du einer bist denn das was du hier erzählst ist schwerstens im Eck!!!) entscheiden was die richtigen Mapßnahmen sind für unsere Kinder und Schüler und darüber können wir auch heidenfroh sein denn das was du mit ihnen vor hast verschafft uns nicht denkende Jasager die zwar dann den Schul-Stoff können aber sobald eine Frage individuell von dem was sie gelernt haben abweicht ham sie keinen Plan mehr!!!
NEIN DANKE!!!
Da weiß ich doch lieber jeden Nachwuchsschulgangster(DEINE WORTE NICHT MEINE!!!) persönlich in die Schranken WENN ers übertreibt...aber ich bin mir sicher dass du dazu nicht im Stande bist...ansonsten wären deine Argumente nicht so von Klischees übersäht und abgesehn davon gänzlich Sinn als auch Hirnlos!!!
Mann Mann Mann sowas kann auch nur aus Salzburg kommen!!!
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