08. März 2010 12:51
15 Jahre nach dem ersten Frauenbericht der mittlerweile verstorbenen Johanna
Dohnal bereitet nun Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eine neue
Studie über die Lebensrealität der Frauen in Österreich vor – MADONNA hat
die ersten Details zum Dauerstreit um „Halbe-Halbe“ bei der Hausarbeit:
Obwohl die Frauen besser ausgebildet sind denn je und mehr von ihnen als je
zuvor im Berufsleben stehen, dominiert im trauten Heim noch immer das
Macho-Bild der 60er Jahre: Er vor der Glotze, sie in der Küche.
Bügeleisen treiben die Männer in die Flucht
Zwei
Drittel der unbezahlten Arbeit im Haus wird von Frauen geleistet, gerade
einmal drei Prozentpunkte mehr als vor 15 Jahren. Bügeln ist bei den Männern
nach wie vor am unbeliebtesten – nur 11 Prozent ergreifen angesichts eines
Bügeleisens nicht die Flucht. Staubsaugen (19 Prozent) und Wäschewaschen (15
Prozent) wird ebenfalls meistens den Frauen überlassen. Dank Jamie Oliver
und Co. ist wenigstens Kochen en vogue geworden – immerhin 32 Prozent der
Männer stehen auch freiwillig selbst am Herd.

Gesamt
arbeiten Frauen 66% - Waschen ist höchst unpopulär. - Nur jeder 10. Mann
bügelt

Nur
jeder 5. Mann saugt Staub - Kochen war zuletzt en vogue - Größtes Plus bei
Zeit für Kids
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will das so nicht länger hinnehmen:
Zum heutigen Frauentag verteilt sie in Betrieben Schokolade an „richtige
Männer“, die „Halbe-Halbe“ bei der Hausarbeit machen. Und dann hat sie noch
eine kleine Drohung für die Herren Faulpelze parat: „Hausarbeit ist seit
2000 per Gesetz partnerschaftlich zu teilen – sonst können Frauen bei
Scheidungen Unterhalt einfordern.“ Langfristig werde der
Frauenarbeits-Anteil wohl aber nur sinken, wenn mehr Männer in Karenz gehen.