No-Go-Schuhwerk hinter dem Steuer

Flip-Flops und High Heels ungeeignet

No-Go-Schuhwerk hinter dem Steuer

Flip-Flops und High Heels sollten beim Autofahren tabu sein. Das wurde durch einen Praxistest des ÖAMTC untermauert, der speziell beim Bremsen eklatante Mängel ergab. Der Autofahrerclub warnte in diesem Zusammenhang vor möglichen rechtlichen Konsequenzen und Schadenersatzforderungen nach Unfällen.

Der ÖAMTC hat verglichen, wie gut bedienbar das Fahrzeug mit Flip-Flops, High Heels, Sportschuhen bzw. barfuß beim Absolvieren unterschiedlicher Fahrmanöver ist. Für die Probanden galt es, rasch einem Hindernis auszuweichen, eine Not- und eine Zielbremsung sowie ein Einparkmanöver durchzuführen. In die Bewertung flossen die subjektive Einschätzung der Testfahrer und objektive Daten eines Sensor-/Video-Messgeräts ein.

Unsicheres Fahren

"Mit offenen, locker sitzenden Schuhen oder barfuß hat man kaum Gefühl für das Pedal - schlimmstenfalls kann man abrutschen und die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren", warnte ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger am Donnerstag in einer Aussendung. Mit High Heels war eine dosierte, sanfte Zielbremsung nicht möglich. "Der Pedalwiderstand ist durch die starr vorgegebene Fußhaltung und die hohen Absätze nicht mehr spürbar", erklärte Seidenberger. "Bei der Notbremsung lieferten Flip-Flops und das Barfußfahren die schlechtesten Ergebnisse - in beiden Fällen konnte nicht der erforderliche rasche Druck auf die Pedale ausgeübt werden."

"Es ist enorm wichtig, Gefühl fürs Pedal zu haben. Gerade in Notsituationen muss man schnell und ohne die Gefahr des Verhedderns das Bremspedal in geeignetem Maß treten können", erklärte die Verkehrspsychologin. Das bedeutet, dass der Lenker bzw. die Lenkerin geeignetes Schuhwerk tragen muss. Explizite Verbote für bestimmte Schuhe sind im Gesetz zwar nicht verankert - Flip-Flops, High Heels und Co. können aber durchaus unliebsame Folgen haben. "Verursacht man mit Flip-Flops einen Unfall bzw. hätten andere Schuhe den Unfall verhindern können, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen und Schadenersatzforderungen gerechnet werden", erklärte Seidenberger. Der ÖAMTC rät zu Ersatzschuhen im Auto, nämlich solchen mit guter Passform und flacher, dünner, rutschfester Sohle.

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