23. Juli 2010 10:57
Anderen zu helfen, sich für sie einzusetzen, Gutes zu tun, gehörte stets zu Monika
Vielhabers Leben wie ihr einnehmendes Lachen. Jetzt braucht die
44-Jährige selbst Hilfe – denn seit einem Gelsenstich am letzten Sonntag
liegt sie im Koma! Die Geschäftsführerin der Firma „AML Handel und
Marketing“, die unter anderem die Pink-Ribbon-Produkte zugunsten der
Österreichischen Krebshilfe erfolgreich vertreibt, dürfte auf den
Insektenangriff allergisch reagiert haben – bis zum
MADONNA-Redaktionsschluss konnten weder Ärzte noch Experten exakt
feststellen, woran Vielhaber leidet.
Allergie
Feststeht, dass Vielhaber kurz nach einem
Waldspaziergang am 18. Juli zusammenbrach. „Sie hat sich zuerst übergeben“,
erzählt ihr Lebensgefährte Horst Reeder, der ebenso wie Monika Vielhaber
selbst davon wusste, dass sie auf Insektenbisse teilweise allergisch
reagieren kann. „Doch bis jetzt war es nie so schlimm“, erklärt Reder, seit
22 Jahren Monikas große Liebe.
Nicht nur er ist zutiefst erschüttert über den plötzlichen Schicksalsschlag.
Petra Schimek, Marketing- und PR-Lady und enge Freundin von Vielhaber,
gegenüber MADONNA: „Ich bin fassungslos und tieftraurig.“ Wie viele andere
ist sie auf der Suche nach Hilfe für ihre Vertraute. „Ich werde Monika in
den nächsten Tagen zusammen mit meinem Sohn besuchen. Maxi (11) soll mit ihr
sprechen. Sie liebt ihn so wahnsinnig, dass sie vielleicht darauf reagiert.
Oder sogar wieder aufwacht.“
Bild: (c) TZ Österreich Wallentin Rene
Ein Bild aus
glücklichen Tagen: Monika Vielhaber gemeinsam mit Viviane Shklarek , Doris
Kiefhaber, Jenny und Uschi Fellner (v.li.) im Einsatz für Pink Ribbon.
"Sie hört mich!"
Dass die im Koma liegende Monika
Vielhaber tatsächlich auf ihre Umwelt reagiert, kann auch ihr
Lebensgefährte bestätigen. „Wenn ich mit ihr spreche, steigt ihr Puls“,
erzählt Horst Reder im MADONNA-Interview. Reders große Hoffnung ist, „dass
sich aufgrund der Medienberichte ein Experte meldet, der uns vielleicht
helfen kann.“ Denn noch ist diese Form der allergischen Reaktion völlig
rätselhaft, zumal Monika Vielhabers Werte laut ihrem Lebensgefährten
„tadellos sind“. Dass bereits namhafte Ärzte ihre Hilfe angeboten haben,
gibt Horst Reder Hoffnung. So setzte sich etwa auch Professor Paul Sevelda
umgehend für Vielhaber ein – steht die AML-Managerin der Österreichischen
Krebshilfe wegen ihres Einsatzes für Pink Ribbon doch sehr nahe.
Geschäftsführerin Doris Kiefhaber: „Wir hoffen alle, dass Monika bald wieder
ganz gesund ist!“ Auch das MADONNA-Team, das Vielhaber gut von der großen
Pink-Ribbon-Aktion kennt, bangt und hofft, dass Monika bald wieder strahlend
lachen kann.
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Der Lebensgefährte im Interview
'Wer kann meiner Monika helfen?'
Horst
Reder sitzt jeden Tag an Monika Vielhabers Krankenbett. Er kann nur bangen,
warten und hoffen.
Seit 22 Jahren sind Horst Reder und Monika Vielhaber ein glückliches Paar.
Gemeinsam gingen sie schon durch dick und dünn – jetzt kann der zweifache
Vater (aus erster Ehe) nur am Krankenbett seiner Lebensgefährtin sitzen. Und
hoffen. Hoffen, dass jemand Monika helfen kann. Hoffen, dass seine große
Liebe wieder völlig gesund wird. MADONNA sprach, kurz nachdem Monika
Vielhaber ins Koma fiel, mit dem unter Schock stehendem Mann. Das Interview.
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Herr Reder, was denken Sie, wenn Sie am Krankenbett Ihrer
Lebensgefährtin sitzen? Horst Reder: Ich denke an die
vielen schönen Stunden und Jahre, die wir zusammen verbracht haben.
Was für ein toller, großer Mensch die Monika ist. Und ich denke immer
wieder darüber nach, wie denn so etwas passieren kann?!
Sie waren dabei, als Monika Vielhaber gestochen wurde und
zusammenbrach. Reder: Ja, es war ein wunderschöner Tag. Wir
haben nach dem Geburtstagsessen ihrer Schwester noch einen Spaziergang
durch den Wald gemacht. Ich bin weiter hinten gegangen – Monika ist
plötzlich stehen geblieben, hat sich auf die Brust gegriffen. Ich
wusste sofort, dass irgendetwas nicht mit ihr stimmt.
Sie wussten beide davon, dass sie auf Gelsenstiche allergisch
reagieren kann? Reder: Ja. Sie ist 1996 schon einmal
zusammengebrochen. In den letzten Jahren war es dann Gott sei Dank
nicht mehr so schlimm – sie hat sich zwar ab und zu nach einem Stich
übergeben, völlig entleert, aber sie hat nicht ihr Bewusstsein
verloren.
Waren Sie bei Ihrem Spaziergang mit einem Gelsenschutzmittel
eingesprüht? Reder: Nein, leider nicht. Ich weiß zwar
nicht, ob das geholfen hätte, aber natürlich mache ich mir Vorwürfe.
Aber wir hatten nichts dabei und wollten ja auch nur einen ganz kurzen
Spaziergang machen.
Wer unterstützt Sie in diesen schlimmen Tagen? Reder:
Es haben sich schon sehr viele Bekannte und Ärzte gemeldet, die ihre
Hilfe angeboten haben. Durch Monikas Einsatz für Pink Ribbon und die
Krebshilfe kennen wir ja doch auch viele Leute. Aber bis jetzt hat
leider noch keiner konkret helfen können. Man findet den Auslöser
nicht. Die Werte und Befunde sind alle tadellos, dennoch liegt Monika
völlig reglos da.
Sprechen Sie mit ihr? Reder: Ja, sie reagiert auch auf
meine Worte. Wenn ich mir ihr rede, steigt ihr Puls. Und ich habe auch
das Gefühl, dass sie etwas sagen möchte, aber nicht kann. Ich bin
fast den ganzen Tag bei ihr, tupfe ihr Gesicht mit kalten Bauschen
ab. Auch ihre Familie kommt immer wieder und spricht mit ihr.
Auch für Monikas Eltern muss das ein furchtbarer Schock sein... Reder:
Ja, noch dazu haben sie vor einigen Jahren schon eine Tochter auf
dramatische Weise verloren. Monikas 35-jährige Schwester starb an
einem Gehirntumor. Umso mehr bangen die Eltern jetzt natürlich um
Monika.
Momentan können Sie wohl nur hoffen und warten? Reder: Ja,
es scheint so. Das Einzige, was ich tun kann, ist, öffentlich
darüber zu sprechen, nicht um Mitleid zu heischen, sondern um
jemanden zu finden, der meiner Monika helfen kann!
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